“Ein Mann namens Ove” (2015)

© Concorde Filmverleih GmbH

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Filmkritik: Wieder einmal erscheint auf der Kinoleinwand die Adaption eines Weltbestsellers. Der Debütroman “Ein Mann namens Ove” (2014) von Frederik Backman hielt sich in Schweden mehrere Wochen auf Platz 1, wurde in 25 Sprachen übersetzt und in 30 Ländern verkauft. Trotzdem haben hier in Deutschland bestimmt nur wenige das Buch gelesen. Die Verfilmung,  “Ein Mann namens Ove” (OT: “En man som heter Ove”, Schweden, 2015), könnte dem Roman eine neue, verdiente Aufmerksamkeit schenken, da der Film wie auch schon das Buch eine überaus gelungene Mischung aus Drama und Komödie ist.



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Ove (Rolf Lassgård) hat keine Lust mehr zu leben. Seit seine geliebte Frau Sonja (Ida Engvoll) von ihm gegangen ist und er auch noch seine Arbeit verloren hat, möchte er ihr nur noch folgen. Auch die Wohnsiedlung, die er mit scharfem Blick überwacht, ist nicht mehr dieselbe. Vor allem die gerade frisch einziehenden Nachbarn Patrick (Tobias Almborg) und Parvaneh (Bahar Pars) stören seine Ruhe empfindlich und halten ihn immer wieder davon ab, seine Selbstmordpläne in die Tat umzusetzen. Anscheinend muss sich Ove noch um einiges kümmern, bevor er zu seiner geliebten Sonja darf.

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Der schwedische Regisseur Hannes Holm (“Salto für Anfänger” (2007)) verfasste nach dem Roman von Frederik Backman das Drehbuch für den Film. Dabei passte er sich der Erzählstruktur des Buches an, welches immer wieder von der Gegenwart aus in Rückblenden die Geschichte von Oves Kindheit und dessen Liebesgeschichte mit Sonja erzählt. Zudem übernimmt er auch den Ton des Buches. Er changiert stets zwischen feinem Humor und tiefen Gefühlen. Der ältere Ove sorgt mit seiner Borniertheit und den typischen Macken eines griesgrämigen alten Mannes für konsequente Belustigung. In den gegenwärtig spielenden Episoden geht es aber auch noch um mehr: Der Film findet die richtigen Worte und Bilder, um Themen wie Freundschaft, Toleranz und Offenheit gegenüber fremden Kulturen stimmig in die Geschichte einzuweben. Die Rückblenden, welche in warme Farben getaucht sind, erzählen mit großem Gefühl die Liebesgeschichte zwischen Ove und seiner Sonja. Dabei werden die beiden hervorragend von Filip Berg und Ida Engvoll verkörpert. Aber auch die Besetzung des älteren Ove ist vortrefflich gelungen. Rolf Lassgård spielt den Griesgram vortrefflich. Seine Entwicklung ist dabei nachvollziehbar und realitätsnah. Im Gesamten ist Hannes Holm und seinem Team ein wunderbarer Film gelungen, der ans Herz geht und die Zuschauer zum Schmunzeln bringt.

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Fazit: Der schwedische Film “Ein Mann namens Ove” bietet dem Publikum viel: Er schafft es, die Zuschauer mit realitätsnahen Anekdoten und Gegebenheiten gut zu unterhalten. Zudem bringt er knackige Themen auf den Punkt und kann mit seiner Liebesgeschichte zu Herzen rühren. Dem Regisseur Hannes Holm ist ein überaus herzensguter und empfehlenswerter Film gelungen.

Bewertung: 8

Kinostart: 07.04.2016

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Pressematerial von Concorde Filmverleih

2 Gedanken zu ““Ein Mann namens Ove” (2015)

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