Filmfest Dresden: Tag 6 & Fazit

  1. April: / Kids 2 & 3 / Jürgen Böttcher 2 / Animated 1 / Panorama National

Gestartet wurde an diesem verregneten Sonntag mit den Kinderprogrammen ‘Small Secrets’ (ab 8 Jahre) und ‘Auf eigenen Wegen’ (ab 10 Jahre). Mit kindgerechter Anmoderation, Live-Synchronisation und mit den anwesenden Filmemachern wurde auf die jüngeren Zuschauer wieder einmal hervorragend eingegangen. Das Programm war durch und durch didaktisch und behandelte viele relevante Themen (Flüchtlingspolitik, Behinderung, Diskriminierung, Tod). Dabei stachen vor allem der ungarische Film “Sing” (Ungarn, 2015) und der britische Beitrag “Dreaming of Peggy Lee” (GB, 2015) hervor.

Weiter ging es mit dem zweiten Teil der Tributreihe für den Künstler und Filmregisseur Jürgen Böttcher (*1931). Seine dokumentarischen Kurzfilme zeigen einen anderen Blick auf die DDR. Es war eine wunderbare Gelegenheit sie im Rahmen des Filmfestes sichten zu können.

Darauf folgte der Animationsblock – Dead or Alive -, der diesmal vor allem Pixilation-Werke zu bieten hatte. Mit Perlen wie “Neighbours” (Kanada, 1952) und “Photograph of Jesus” (GB, 2008) konnte der Zuschauer mit einer gelungenen Mischung, trotz einiger Einschläge zum experimentellen Film, gut unterhalten werden.

Abgeschlossen wurde das Festival mit dem Panorama National. Dieses Programm war zur fortgeschrittenen Stunde recht beschwerlich, da es vor allem Dokumentar- und Experimentalfilme zu bieten hatte.

Fazit: Das 28. Filmfest Dresden bestach mit einem umfangreichen Programm. Nach der Sichtung von circa 170 Kurzfilmen hat man ein gutes Gespür entwickelt, wie es um den Kurzfilm weltweit steht. Auch historische Einblicke in die österreichische Experimentalfilmlandschaft, den Fotoanimationbereich, die Werke von Jürgen Böttcher und Filme über die Staatssicherheit in der DDR und Bulgarien gewährte das Filmfest Dresden. Es war eine spannende und erlebnisreiche Woche, welche das Sehspektrum, den Einblick in fremde Welten und den eigenen Horizont erweitert hat. Der einzige Kritikpunkt bleibt die starke Fokussierung auf Dramen sowie auf die doch teilweise recht schwer zugänglichen Experimentalfilme, die vermutlich keine Durchschnittszuschauer für sich gewinnen können. Im Gesamten war es ein wunderbares Erlebnis und die Vorfreude auf 2017 ist schon groß.

geschrieben von Doreen Matthei

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