„Eine gewisse Liebe zur Symmetrie“ (2019)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2019

Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm „Eine gewisse Liebe zur Symmetrie“ von Marlene Denningmann, gesehen auf den 31. Bamberger Kurzfilmtagen, frönt der Liebe zu einer Verschwörungstheorie und macht Angela Merkel zur heimlichen Feministin.

Die berühmte Handhaltung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel formt mit den Fingern ein Dreieck. Das kommt nicht von ungefähr und kann ganz klar als ein Zeichen gedeutet werden.

Auf vielen Fotos und oft bei ihren Auftritten sieht man Angela Merkel ein Dreieck mit ihren Fingern formen. Was wäre, wenn dies ein geheimes Zeichen ist? Die Regisseurin Marlene Denningmann, welche auch das Drehbuch dazu schrieb, geht dieser Theorie in ihrem Kunst-Kurzfilm, der auch in der Ausstellung ‚Prima Kunst Container‘ in der Stadtgalerie Kiel zu sehen war, nach. Sie verknüpft es mit römischer Mythologie sowie feministischen Leitgedanken und bastelt daraus eine stimmige Verschwörungstheorie. Zusammen mit dem photogeshopten Bildmaterial und dem entfremdeten Voice Over, welches die Thesen zum Besten gibt, schuf sie ein amüsantes Kleinod, das die Gedanken beflügelt und die ZuschauerInnen zum Schmunzeln anregt.

Fazit: „Eine gewisse Liebe zur Symmetrie“ ist ein amüsantes Kleinod, das Angela Merkel in das Zentrum einer sympathischen Verschwörung stellt. Geschaffen wurde der Kurzfilm von Marlene Denningmann, die ihn ursprünglich für den Kunstraum konzipiert hat. Doch auch eigenständig außerhalb einer Galerie besitzt er seine eigene Dynamik und kann mit seiner ungewöhnlichen Art wunderbar unterhalten. 

Bewertung: 7/10

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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