Sechs Fragen an Sara Rajaei

Doreen Kaltenecker
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Interview: Im Gespräch mit der Regisseurin Sara Rajaei konnten wir mehr über ihren Kurzfilm „City of Poets“, der im ‚Berlinale Shorts‘-Programm der 74. Berlinale 2024 lief, erfahren, wie sich die Geschichte aus eigenen Familienerinnerungen und Archivmaterial speist und wie aufwändig der Schnittprozess für den Film war.

The original english language interview is also available.

Kannst Du mir zum Ausgangspunkt Deines Kurzfilms erzählen?

Der Maulbeerbaum war mein Ausgangspunkt. Vor Jahren pflanzte meine Großmutter einen Maulbeerbaum in ihrem kleinen Garten. Es war ein seltener Baum, der sowohl rote als auch weiße Beeren trug. Dieser Baum gab mir ein Gefühl der Zugehörigkeit, des Glücks und der Weisheit. Meine Großmutter war stark mit dem Baum verbunden; sie sprach immer mit ihm, sang und tanzte vor ihm. 

Einige Jahre nach ihrem Tod begannen die Wurzeln des Baumes die Nachbarhäuser zu beschädigen, und mein Onkel war fest entschlossen, ihn zu fällen. Mehrere Gärtner hatten ihm jedoch gesagt, dass Maulbeerbäume heilig sind, und sich geweigert, den Baum zu fällen. 

Diese Geschichte weckte Erinnerungen an das Haus, in dem meine Familie einige Monate lang untergebracht war, nachdem wir Kriegsflüchtlinge geworden waren. Von diesem Haus aus wanderten meine Gedanken zu der Gasse, in der sich das Haus befand. Kurz nach Kriegsbeginn wurde die Gasse, die nach einem Dichter aus dem 12. Jahrhundert benannt war, nach dem Sohn des Nachbarn, einem 15-jährigen Kriegsmärtyrer, umbenannt. Und dann dachte ich an die Stadt, in der ich im Alter von vier Jahren die meisten Namen der Dichter gelernt hatte.

Als ich begann, die Geschichte zu schreiben, änderte sich die Reihenfolge der Dinge dynamisch. Ich schrieb über eine fiktive Stadt, in der alle Straßen nach Dichtern benannt waren. Und dann wurden diese Namen bei jeder Veränderung in der Gesellschaft durch neue ersetzt, womit ich nach und nach die Geschichte dieser Stadt von innen heraus darstellte. Von dort aus führte ich die Darstellung zu dieser Gasse, dem Haus und endete mit dem Maulbeerbaum.

Was für Material verwendest du? Woher stammt es? 

Die Bilder stammen aus dem Archiv, hauptsächlich aus dem Besitz meiner Familie mütterlicherseits. Was du im Film siehst, ist nur eine kleine Auswahl dessen, was ich während zweier Reisen in die Heimat (in den Iran) in den Jahren 2019 und 2022 aus vielen Familienalben gesammelt habe. Ich war erstaunt über den Umfang unseres Familienarchivs und die Tatsache, dass trotz des Krieges und der Migration so viele Fotos, Dias und 8-mm-Filmmaterial überlebt hatten.

Darüber hinaus erhielt ich Zugang zu einigen Bildern des Farid Khadem Archives, der ein reiches ‚historisches‘ Familienarchiv geerbt hat (von seinem Großvater, Vater und Onkel, die alle Fotografen waren). Aus der Auswahl an Dias und Fotos, die er mir zur Verfügung stellte, wählte ich auf der Grundlage der Geschichte von „City of Poets“ etwa 80 Bilder aus, von denen einige nun Teil des Films sind, vor allem die Bilder von Straßen und städtischen Umgebungen.

Was war Dir beim Schnitt wichtig? Welchem roten Faden folgst Du bei der Montage?

Der wichtigste und anspruchsvollste Aspekt des Schnitts war die Umwandlung solcher hyperpersönlichen Bilder (an die ich emotional gebunden war) in ein filmisches Bild, mit dem andere etwas anfangen konnten. 

Der Schnittprozess war wie ein Puzzle, was die Rolle meiner Lektorin Nathalie Alonso Casale sehr wichtig machte. Während der Arbeit mit Nathalie begann ich, diese Bilder mit einem distanzierten und neuen Blick zu sehen. In ihren Augen waren meine Eltern, Geschwister, Tanten oder Cousins und Cousinen einfach nur Frauen, Männer, Jungen und Mädchen, eine Gruppe von Individuen, deren Geschichte ich nicht persönlich kannte, sondern die der Faden, der ihre Bilder mit anderen verband, wieder herstellte. Es dauerte eine Weile, bis ich mich an diesen Blick gewöhnt hatte, aber dann eröffnete sich mir ein ganz neues Spektrum von Bildern. 

Nathalie und ich haben uns gegenseitig viel Zeit und Raum gegeben. In den ersten drei Monaten des Schnitts arbeitete Nathalie allein und fand ihre Logik, Ordner und Kategorien anhand der Logik, Ordner und Kategorien, die ich für sie vorbereitet hatte. 

Danach lud sie mich schließlich ein, zusammen weiter zu arbeiten. Natürlich hatten wir während unserer Arbeit viele Diskussionen, und manchmal stritten wir uns tagelang über ein Bild (es gab ein bestimmtes Bild von einer meiner Tanten, mit dem ich mich unwohl fühlte. Es dauerte zwei Monate, bis ich sie davon überzeugen konnte, es zu löschen). 

Aber wir haben nie etwas ungelöst gelassen oder waren uns uneinig. Es war ein langer Weg des Hinzufügens, Löschens, Anpassens, Verschiebens oder Nachjustieren des Timings (auch in Kombination mit dem Sounddesign, das parallel zum Schnitt stattfand). 

Und dann verbrachten wir etwa drei Monate mit der Farbkorrektur, da die meisten dieser Bilder im Laufe der Jahre an Farbe verloren hatten. Gleichzeitig habe ich die Bilder gereinigt. Es war, als würde ich ihnen ein neues Leben geben. Während dieses Prozesses ging der Schnitt weiter, da der neue Look der Bilder eine Anpassung des Schnitts erforderte; manchmal mussten sie länger, manchmal kürzer sein, und einige haben wir sogar gelöscht.

Wir haben 1,5 Jahre gebraucht, um das zu schaffen, was „City of Poets“ wurde.

City of Poets“ ist vielschichtig. Die Haupthandlung ist wie ein Märchen geschrieben und schildert eine nicht existierende Kleinstadt, eine Utopie. Unter der Oberfläche dieser Stadt verbirgt sich ein roter Faden über das System und seine physischen und psychischen Auswirkungen auf das Leben der Bewohner, die eine gemeinsame menschliche Erfahrung sind. Die persönlichen Bilder werden hier spezifisch, da sie die Kämpfe dieser Bewohner auf universeller Ebene schildern. 

Ich habe den geografischen Kontext der Geschichte absichtlich so lange wie möglich diskret gehalten, indem ich alle Texte und Straßenschilder entfernt habe, damit der Film nicht geografisch gekennzeichnet ist und seine Botschaft nicht herausposaunt. 

Es war auch der Zeitpunkt dieses Prozesses, der parallel zu den Ereignissen im Iran verlief, woraus ich schloss, dass ich mich auf Frauen konzentrieren wollte. Wir brachten die Frauen mit den Dichtern in Verbindung, denn sie waren immer die ersten, die von sozialpolitischen Konflikten, Krieg und Unruhen betroffen waren. Während ich den Film drehte, wiederholte sich die Geschichte. 

Was lag Dir bei dem Voice-Over am Herzen?

Es war wichtig, dass „City or Poets“ nicht nur die Geschichte einer Stadt erzählt, sondern einen Bezug zur Welt herstellt. Ich habe den Text auf Englisch geschrieben und wusste, dass ich ihn auf Englisch lesen würde, um sowohl ein Gefühl der Distanz (die Geschichte als Erinnerung) als auch die Universalität der Geschichte zu vermitteln.

Ich hatte nicht vor, selbst die Filmstimme zu sein. Wie die meisten Menschen mag ich es nicht, meine aufgezeichnete Stimme zu hören oder wie ich lese. Ich ziehe es vor, bei meiner Arbeit so abwesend wie möglich zu sein. Aber nachdem wir verschiedene Stimmen aufgenommen hatten (sogar professionelle Schauspielerinnen), kam unser Team ( meine Cutterin, der Produzent, der Sounddesigner und ich) zu dem Schluss, dass es meine Stimme sein ‚musste‘. Für den Film war es wichtig, dass die Zuschauer die persönliche Verbindung der Erzählerin zur Geschichte spüren und sich bewusst sind, dass die Erzählerin auch die Autorin ist, eine der vielen Frauen, die auf der Leinwand erscheinen.

Sehr spät im Schnitt beschloss ich, die zweite Hälfte des Films auf Farsi aufzunehmen. Es war keine leichte Entscheidung, aber wie meine Produzentin Manon Bovenkerk betonte, würde das Publikum verstehen, dass die Erzählerin nicht nur die Autorin war, sondern dass die Autorin ihre eigene persönliche Geschichte erzählte, indem sie in die Erinnerung an das Haus ihrer Mutter eintrat und in ihrer Muttersprache sprach.

Kannst Du mir noch ein bisschen mehr zu Dir erzählen und wie Du zum Film gekommen bist?

Ich bin im Iran geboren und aufgewachsen. Mit Anfang 20 zog ich in die Niederlande, um bildende Kunst zu studieren. Im zweiten Jahr meines Studiums begann ich mit Video als Hauptmedium zu arbeiten. Ich war schon immer an der Kraft des Geschichtenerzählens interessiert. Meine Großmutter, die mich zu „City of Poets“ inspirierte, war eine geborene Geschichtenerzählerin. Sie wusste immer, wie man das richtige Wort wählt, die perfekte Intonation und das beste Timing. Gleichzeitig hat sie mein Interesse an der Fotografie geweckt. Ihre Fotoalben waren ihr heilig. Sie setzte sich zu mir und zeigte mir ihre Alben, die jedes Mal eine andere Geschichte erzählten. Das machte mir die unendlichen Möglichkeiten bewusst, mit denen ein Bild beschrieben werden kann, das endlose Vorher und Nachher eines jeden Bildes.

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit verschiedenen Methoden des Geschichtenerzählens und untersuche den Begriff der Zeit, indem ich über die Abwesenheit von Bildern, Gedächtnispsychologie, mündliche Geschichte, Erzähltechniken und den physischen/psychologischen Raum nachdenke. 

Ich überlege schon seit Jahren, einen Film über systematische Namensänderungen zu drehen. Ich wurde zwei Jahre vor der Revolution geboren und bin mit Veränderungen aufgewachsen, mit Namen, die sich gegenseitig ersetzten, und mit dem Gefühl der Verwirrung, das dies auslöste.

2018 bot mir Manon, mit der ich schon mehrmals auf verschiedene Weise zusammengearbeitet hatte, an, mit mir als Produzentin zu arbeiten. Zu dieser Zeit erzählte mir mein Onkel die Geschichte des Maulbeerbaums, die mich schon damals angesprochen hatte. Ich schrieb die Geschichte zunächst mit der Idee, einen mittellangen Film zu machen. Aber dann kam es anders, und das Projekt wurde in zwei Filme aufgeteilt, einen Kurzfilm, „City of Poets“, und einen Spielfilm, „Headless Trees“.

Sind bereits neue Projekte geplant?

Sara Rajaei (City of Poets) auf der Berlinale 2024

Derzeit arbeite ich an drei Projekten: einem kurzen Animationsfilm (noch in Arbeit), meiner ersten Veröffentlichung, die sich auf meine Zeichnungen konzentriert, und vor allem an meinem ersten Spielfilm, „Headless Trees“, der aus „City of Poets“ entstanden ist.

„Headless Trees konzentriert sich auf die Bewohner des Hauses, das in „City of Poets“ erwähnt wird. Die Handlung betrifft vier Generationen von Frauen, die zwischen zwei historischen Schlüsselmomenten im Iran leben. Während in „City of Poets“ das System im Mittelpunkt steht, geht es in „Headless Trees“ um die Psychologie der von diesem System betroffenen Familie. „Headless Trees“ wird eine niederländisch-französische Koproduktion sein. Und wir wollen 2025 mit den Dreharbeiten beginnen.

Die Fragen stellte Doreen Kaltenecker
Übersetzung von Michael Kaltenecker

Lies auch die Rezension des Kurzfilms „City of Poets


Interview: In  our conversation with director Sara Rajaei, we learned more about her short film „City of Poets„, which screened in the ‚Berlinale Shorts‚ program of the 74th Berlinale 2024, how the story draws on her own family memories and archive material, and how complex the editing process for the film was.

Can you tell me about the starting point of your short film?

The mulberry tree was my starting point. Years ago, my grandmother planted a mulberry tree in her little garden. It was a rare tree that produced both red and white berries. This tree gave me a sense of belonging, happiness and wisdom. My grandmother had a strong bond with the tree; she always talked to it, sang to it, and danced in front of it. 

A few years after her death, the tree’s roots began to damage neighboring houses, and my uncle was determined to cut it down. However, several gardeners had told him that mulberry trees were sacred and refused to cut it down. 

This story brought back memories of the house that had sheltered my family for several months after we became war refugees. From the house, my mind moved to the alley in which the house was located. Soon after the war began, the alley, named after a 12th-century poet, was renamed after the neighbor’s son, a 15-year-old war martyr. And then I thought of the city where I learned most of the poets‘ names at the age of four.

When I started writing the story, the order of things changed dynamically. I was writing about a fictional city where all the streets were named after poets. And then, with each change in society, those names were replaced by new ones, gradually mapping the history of that city from within. From there, I moved to the alley, to the house, to the mulberry tree.

What kind of material did you use? Where does it come from? 

The images are from archives, mainly from my maternal family. What you see in the film is just a small selection of what I had collected from many family albums during two trips back home (to Iran) in 2019 and 2022. I was amazed at the extent of our family archive and the fact that despite the war and migration, so many photos, slides and 8mm film footage had survived.

In addition, I was given access to some images by the photographer Fardid Khadem, who inherited a rich „historical“ family archive (from his grandfather, father, and uncle, all of whom were photographers). From the selection of slides and photographs he offered me, based on the story of „City of Poets„, I selected about 80 images, some of which are now part of the film, mainly the images of streets and urban settings.

What was important to you when editing? What common thread do you follow in the editing?

The most essential and challenging aspect of editing was to take such hyper-personal images (to which I was emotionally attached) and transform them into a cinematic image that others could connect with. 

The editing process was like a jigsaw puzzle, which made the role of my editor, Nathalie Alonso Casale, important. Working with Nathalie, I began to see these images with a detached and fresh eye. In her eyes, my parents, siblings, aunts, or cousins were just women, men, boys, and girls, a group of individuals whose history wasn’t what I personally knew, but what the thread of connecting their images to others recreated. It took me a while to adjust to this view, but once I did, a whole new spectrum of images appeared before me. 

Nathalie and I gave each other a lot of time and space. During the first three months of editing, Nathalie worked alone, finding her logic, folders, and categories through the logic, folders, and categories I had prepared for her. 

After that, she finally invited me to sit with her. Needless to say, we had a lot of discussions along the way, and sometimes we argued for days over one picture (there was a particular one of one of my aunts that I couldn’t stand. It took me two months to convince her to delete it). 

But we never left anything unresolved or in disagreement. It was a long road of adding, deleting, adjusting, moving, or retiming (also in combination with the sound design that went on in parallel with the editing). 

And then we spent about 3 months color grading, because most of these images had lost color over the years. At the same time, I cleaned the pictures. It was like giving them a new life. Through this process, the editing continued, as the new look of the images required an adjustment in the editing; sometimes they had to be longer, sometimes shorter, and some we even deleted.

It took us 1.5 years to create what became „City of Poets„.

City of Poets is multilayered. The main plot is written like a fairy tale, portraying a non-existent small town, a utopia. Then there is a hidden thread under the skin of this city about the system and its physical and psychological effects on the lives of its inhabitants, which is a shared human experience. The personal images become specific here because they represent the struggles of these residents, universally. 

I deliberately kept the geographical context of the story as discreet as possible for as long as I could, removing all text and street signs so that the film wasn’t geographically signified and didn’t shout its message. 

It was also the timing of this process, which was parallel to what was happening in Iran, after which I concluded that I wanted to focus on women. We connected the women with the poets, how they are always the first to be affected by socio-political conflicts, wars and riots. While I was making the film, history was repeating itself. 

What was important to you in the voice-over?

It was important that City or Poets not only tell the story of a city, but also make a reference to the world. I wrote the text in English, and I knew I’d be reading it in English, in order to implement a sense of distance (the story as memory) as well as the universality of the story.

I didn’t plan on being the voice of the film myself. Like most people, I don’t like to hear my recorded voice or how I read. I prefer to be as absent from my work as possible. But after recording several voices (even professional actresses), our team (my editor, producer, sound designer, and I) decided that it „had“ to be my voice. It was essential for the film that the audience could feel the narrator’s personal connection to the story and be aware that the narrator was also the author, one of the many women who appeared on screen.

Very late in the editing process, I decided to record the second half of the film in Farsi. It was not an easy decision, but as my producer Manon Bovenkerk pointed out, once the language was switched to Farsi, the audience would understand that the narrator was not only the author, but that the author was telling her own personal story, stepping into the memory of her mother’s house and speaking in her mother tongue.

Can you tell me a bit more about yourself and how you came to make the film?

I was born and raised in Iran. In my early 20s, I moved to the Netherlands to study visual arts. I started working with video as my primary medium in the second year of my studies. I have always been interested in the power of storytelling. My grandmother, who inspired „City of Poets„, was a born storyteller. She always knew how to choose the right word, the perfect intonation, and the best timing. At the same time, she got me interested in photography. Her photo albums were sacred to her. She would sit with me and show me her albums, each one telling a different story. This made me aware of the infinite possibilities of describing an image, the endless before and after of each frame.

My work explores various storytelling methods, investigating the notion of time through reflection on the absence of images, the psychology of memory, oral history, narrative techniques, and physical/psychological space. 

I have been thinking for years about making a film about systematic name changes. I was born two years before the revolution, and my upbringing was devastated by the changes, by the names that replaced each other, by the sense of confusion that this caused.

In 2018, Manon, with whom I had collaborated several times in different ways, offered to work with me as a producer. It was around this time that my uncle told me the story of the mulberry tree, which had already captured my imagination. I initially wrote the story with the idea that I’d make a mid-length film. But then things took a different turn and the project was split into two films, a short, „City of Poets„, and a feature, „Headless Trees“.

Are there any new projects planned?

I am currently working on three projects, a short animation (still in the works), my first publication focusing on my drawings, and most importantly, my first feature film, „Headless Trees“, which is the offspring of „City of Poets„.

„Headless Trees“ focuses on the inhabitants of the house referred to in „City of Poets„. The plot concerns four generations of women living between two crucial historical moments in Iran. While „City of Poets“ focuses on the system, „Headless Trees“ focuses on the psychology of the family affected by that system. „Headless Trees“ will be a Dutch/French co-production. And we aim to start shooting in 2025.

Questions asked by Doreen Kaltenecker

Read on the german review of the short film „City of Poets

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