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Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2024
Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm „Heartware“ von Leander Behal, der im Programm der 58. Hofer Filmtage 2024 lief, ist ein Sci-Fi-Kurzfilm über Androiden, die ihre Menschlichkeit entdecken.
Nachdem sich der Androide Echo durch Eiscreme kurzgeschlossen hat, haben seine beiden Kolleg:innen Clu (Lee K. Reimers) und Lia (Marion Barten) die Eisdiele übernommen. Sie gehen ihrer Arbeit weiterhin mit größtmöglicher Akribie nach, aber bei Clu schleichen sich seltsame Gefühle ein, die sich wie Trauer und Neugierde anfühlen.
Leander Behal studiert an der Filmakademie Baden-Württemberg Regie und schuf „Heartware“ als Zweitjahresfilm seines Studiums. Dafür schrieb er zusammen mit Jan Lamprecht das Drehbuch über einen Eisladen, der von Androiden betrieben wird. Ausgehend von der Idee, warum ein Androide Lust verspüren sollte, Eiscreme zu essen, entwickelten sie die Geschichte, die sich als Kammerspiel vor allem zwischen Clu und Lia entfaltet. Dabei sieht man die Verbeugung vor den großen Vorbilder des Subgenres des Science-Fictions-Film – der
Androidenfilm – genauso wie ihre selbstbewusste Eigenkreation. Dazu verwandelten sie einen Seminarraum in eine retrofuturistische Eisdiele, verzichteten auf eine räumliche wie zeitliche Zuordnung und schufen so eine in sich abgeschlossene dichte Atmosphäre, was der Figurenentwicklung Raum gibt. Diese werden gut verkörpert von Lee K. Reimers und Marion Barten. So entstand ein Student:innen-Kurzfilm, der neugierig macht auf weitere Arbeiten von Leander Behal.
Fazit: „Heartware“ ist ein Kurzfilm von Leander Behal, der als retrofuturistisches Kammerspiel von einer Eisdiele, drei Androiden und unerwarteten Gedanken und Gefühlen erzählt und damit wunderbar unterhalten kann.
Bewertung: 7/10
Trailer zum Kurzfilm „Heartware“:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 58. Internationale Hofer Filmtage 2024 – Katalog (Programm ‚Kurzfilme‘)
- Doreen Kaltenecker, ‚Sieben Fragen an Leander Behal‘, testkammer.com, 2025
- Website des Regisseurs Leander Behal