„HUGS“ (2025)

Doreen Kaltenecker
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Filmkritik: Der belgische Animationsfilm „HUGS“ von Nicolas Fong, der im Internationalen Wettbewerb des 42. Interfilms Berlin 2026 zu sehen sein wird, erzählt von der Wärme und der Wichtigkeit von Umarmungen.

Bei einer Radtour beobachtet jemand eine Umarmung. Hingerissen von der Innigkeit und der zur Schau gestellten Zuneigung, beginnt er an andere Umarmungen zu denken und gibt sich diesem Gedankensog hin. 

Der belgische Animationskünstler und Filmemacher Nicolas Fong erzählt im Testkammer-Interview, dass es ihm „schon immer großen Spaß gemacht hat, Menschen bei einer Umarmung zu animieren“. Sein Film, den er beinahe komplett allein auf die Beine gestellt hat, besitzt keine narrative Geschichte, sondern zeigt Umarmungen in verschiedenen Versionen, Situationen und von verschiedenen Menschen. Er greift dabei die liebende Umarmung von Eltern zu ihren Kindern genauso auf wie die zu Haustieren, Älteren, zum Trost oder im erotischen Kontext. Seine geschlechtslosen Figuren gehen aufeinander zu und geben sich oft bereitwillig und gerne den Umarmungen hin. Dabei hat Fong eine wunderbare Vielzahl von Umarmungen eingebaut. Aus dem beobachtenden Standpunkt eines Fahrradfahrers heraus sind alle Umarmungen in einem Fluss und gehen ineinander über. Ohne Worte aber mit der gelungenen Musik von Thomas Giry kann der siebenminütige Kurzfilm begeistern, bei den durch Farben, das Ineinanderfließen die Kraft und Wärme von Umarmungen wunderbar eingefangen werden.

Fazit: „HUGS“ ist ein Kurzfilm des belgischen Filmemachers Nicolas Fang, der es schafft, die Kraft und die Schönheit von Umarmungen in seinem wortlos, aber mit wunderschönen Bildern und einem Ineinanderfließen in seinem Animationsfilm einzufangen.

Bewertung: 4/5

Trailer zum Kurzfilm „HUGS“:

Bis zum 1. Juli 2030 „HUGS“ bei ARTE anschauen:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

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