“The Devil’s Dolls” (2016)

 © IFC Midnight

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Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm “The Devil’s Dolls” (AT: “Worry Dolls”, US, 2016) lief auf dem Cinestrange 2016 in der Kategorie Midnight Cult als Deutschlandpremiere.

Der Film setzt an, nachdem der Polizist Matt (Christopher Wiehl) und seine Kollegin Darcy (Kym Jackson) einen Serienmörder zur Strecke gebracht haben. Dieser war besessen von einer Kiste mit kleinen Puppen darin, die er wie einen Schatz hütete. Als Beweismittel gelangen diese in die Hände von Matt und durch eine Verwechslung dann an seine Tochter Chloe (Kennedy Brice), wodurch wieder mysteriöse Dinge ihren Lauf nehmen.

 © IFC Midnight

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Die Geschichte der beiden Drehbuchautoren Danny Kolker und Christopher Wiehl besitzt eine gute Mischung aus bekannten Elementen und ein paar Neuerungen. Die Story schafft es über weite Teile die Spannung zu halten, nur zum Ende hin verliert der Film an Fahrt. Die größte Schwäche des Drehbuchs sind die wenig nachvollziehbaren Handlungen der Figuren. Matt, der angeblich schlaue Polizist, lässt das Hauptbeweisstück trotz Vorwarnung offen im Auto liegen. Mit solchen unrealistischen Elementen verspielt der Film viel Potenzial. Der zweite Schwachpunkt sind die wirklich miserablen Schauspieler (bis auf die Jungschauspielerin Kennedy Brice). Die Dialoge werden von den Hauptdarstellern alle ohne Leben und absolut hölzern vorgetragen. Dadurch werden keine Sympathien aufgebaut und das Schicksal der Protagonisten ist unwichtig. Der ansonsten handwerklich gut gemachte Film des Regisseurs Padraig Reynolds kann so einfach nicht die Zuschauer binden und wird dadurch stellenweise sehr anstrengend.

 © IFC Midnight

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Fazit: Der Spielfilm “The Devil’s Dolls” besitzt einen guten storytechnischen Ansatz und kann formal überzeugen. Doch mit Figuren, die unrealistisch und vor allem unlogisch handeln und zudem von untalentierten Darstellern verkörpert werden, kann der Zuschauer keine Sympathien aufbauen und so geht ein Großteil der Spannung verloren.

Bewertung: 5/10

DVD-Start: unbekannt

englischer Trailer:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Programmheft Cinestrange 2016

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