„Detox“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / USA / Fiktion / 2023

Filmkritik: Der amerikanische Kurzfilm „Detox“ von Alex Hanno, der im ‚Shock Block‘-Programm des 24. Landshuter Kurzfilmfestivals 2024 lief, kritisierte auf humorvolle Weise und mit handfesten Genre-Elementen die Nutzung der sozialen Medien in der heutigen Zeit.

Shelly (Caitlin Morris) hat beschlossen, für ein paar Tage offline zu gehen. Dafür sucht sie sich ein abgelegenes, ruhiges Haus, macht viele Spaziergänge und widmet sich ganz ihrer selbst. Schade nur, dass sie dadurch nicht mitbekommt, was um sie herum geschieht.

Caitlin Morris

Der Regisseur Alex Hanno und der Drehbuchautor Wes Hopper haben zusammen die Geschichte von „Detox“ ersonnen. Als bitterböse Satire über die Abhängigkeit vom Smartphone und insbesondere den sozialen Medien erzählen sie ihre Geschichte. Für diese brauchen sie nicht viel mehr als ein Haus, die überzeugende Darstellerin Caitlin Morris und gut eingesetzte Horror-Elemente. Denn es ist nicht nur eine Satire, sondern soll auch gruseln. Dafür haben sie klassische Horror-Elemente wie eine Beobachterperspektive, das Rascheln im Gebüsch u.ä. eingebaut. So bringt der Film in einem pointierten Ende beide Fäden zusammen. Stilsicher und absichtlich etwas over the top inszeniert ist „Detox“ sehr unterhaltsam und man kann sich bestimmt auch an die eigene Nase fassen, was den medialen Konsum betrifft.

Fazit: „Detox“ ist ein Kurzfilm von Alex Hanno, der auf bissige und humorvolle Weise der Gesellschaft und ihrer Mediennutzung einen Spiegel vorhält und gleichzeitig auf gelungene Weise eine Gruselgeschichte erzählt. 

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „Detox“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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