„Nicht Du“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Deutschland / Animation / 2023

Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm „Nicht Du“ von Lara Torp und Emilia Zieser, der im Nationalen Wettbewerb des 36. Filmfest Dresden 2024 seine Weltpremiere feierte, erzählt mit assoziativen Bildern und einer poetischen Sprache von einem Verlust.

Eine junge Frau trifft jemanden, der sie an jemand anders erinnert. Sie beschließt, ihm eine Weile zu folgen.

Nach einem Text der Autorin Lara Torp („Auf Platte“ (2021)) entstand eine berührende Geschichte von einer jungen Frau, die sich an jemanden erinnert, der nicht mehr Tell ihres Lebens ist. Dieser wird als Voice-Over von ihr selbst eingesprochen und nimmt ein paar Kurven und Ecken, um die dahinter stehende Geschichte hinter der kleinen Verfolgung zu erzählen. Dabei schafft sie es, mit ihren Worten zu berühren. Perfekt wird das von den monochrom gehaltenen Zeichnungen (weiße Kohle auf schwarzem Hintergrund) der Animationskünstlerin und Filmemacherin Emilia Zieser unterstützt. Sie wählt dabei keine narrative Bildsprache, sondern findet assoziative Bilder, welche die Worte untermalen. Dabei tauchen Elemente häufiger auf und Bewegungen wie das Fließen von Flüssigkeiten verbinden die Bilder. 

Fazit: „Nicht Du“ ist ein Kurzfilm der beiden Filmemacherinnen Lara Torp und Emilia Zieser, der zeigt, wie sich Worte und Bilder die Hand reichen können, obwohl sie nicht zusammen entstanden sind, und erzählt eine berührende Geschichte vom Abschiednehmen. 

Bewertung: 7,5/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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