„Dead Enders“ (2023)

Doreen Kaltenecker
Letzte Artikel von Doreen Kaltenecker (Alle anzeigen)

Kurzfilm / USA / Fiktion / 2023

Filmkritik: Der amerikanische Kurzfilm „Dead Enders“ von Fidel Ruiz-Healy und Tyler Walker, der im Programm des 24. Landshuter Kurzfilmfestival 2024 lief, erzählt eine klassische Horror-Käfer-Invasion-Geschichte mit viel Freude am Genre.

Die unmotivierte Tankstellenangestellte Maya (Skarlett Redd) tritt ihre Nachtschicht an. Wieder einmal ist diese äußerst öde und ihr Boss Walt (Jeffrey Murdoch) macht es auch gerade nicht besser. Doch an diesem Abend werden sie von Gedanken kontrollierenden Parasiten aus dem Erdreich überfallen und müssen auf einmal um ihr Überleben kämpfen.

In nur 13 Minuten schufen die Regisseure Fidel Ruiz-Healy und Tyler Walker, nach einem gemeinsamen Drehbuch mit Conor Murphy, eine ganz eigene Welt. Im rasanten Tempo skizzieren sie die Invasion anhand weniger Personen und Spielorte. Trotzdem kann man sich die Geschichte leicht in einem größeren Maßstab vorstellen.

Skarlett Redd und Jeffrey Murdoch

Auch die Figuren sind wunderbar angelegt. Keineswegs eindimensional, sondern etwas störrisch, aber nicht unsympathisch, so dass man ihnen gerne zur Seite steht. Hinzu kommt eine gelungene Optik, welche die Anleihen an große Vorbilder und eine Liebe zu früheren Jahrzehnten nicht versteckt. Abgerundet mit exzellenten handgemachten Effekten und einem perfekten Musikeinsatz und Sounddesign ist „Dead Enders“ durch und durch ein großer Spaß, der hoffentlich eine Langfilmumsetzung erhält.

Fazit: „Dead Enders“ ist ein perfekter Horror-Short von Fidel Ruiz-Healy und Tyler Walker mit handgemachten Effekten, packender Spannung und einem gelungenen Look. So kann man nur hoffen, dass man den Monsterkäfern noch einmal in einem Langfilm begegnet.

Bewertung: 8/10

Den englischsprachigen Kurzfilm „Dead Enders“ könnt ihr hier anschauen:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

Kommentar verfassen