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Kurzfilm / UK / Fiktion / 2024
Filmkritik: Der amerikanische Kurzfilm „Meat Puppet“, der im ‚Shock Block‘-Programm des 25. Landshuter Kurzfilmfestival 2025 lief, ist der neuste Film von Eros V, der uns bereits mit seinen Filmen „Right Place Wrong Time“ (2018) und „Good Boy“ (2022) begeistern konnte.
Die College-Abschlussfeier bei Oz (David Jonsson) und seiner Freundin (Máiréad Tyers) ist bereits in vollem Gange, als er ein Paket erhält. Er hat sich im Internet eine satanische Handpuppe bestellt und es kann ja nicht schaden, diese mal kurz anzuprobieren, oder?
Der 12-minütige Kurzfilm ist eine schwarze Komödie, in dessen Zentrum ein Mann steht – wunderbar verkörpert von David Jonsson („Alien Romulus“ (2024)), der nicht erwachsen werden will. Nach einem eigenen Drehbuch erzählt der Regisseur Eros V (Vlahos) von dem Typ Mensch, der nicht ans Morgen denkt, sich vor Verantwortung und Aufgaben drückt und damit die Menschen in seinem Umfeld oft vor den Kopf stößt. Genauso gerät Oz in diese Situation, als dann seine Freundin auftaucht, die ihm (wieder einmal) helfen könnte, beschließt diese aber, dass dies der Zeitpunkt ist, ihn mit seinen Verfehlungen und Nicht-Beziehungstauglichkeit zu konfrontieren. Hinzu kommen Elemente aus dem Horrorbereich, denn die satanisch aussehende
Puppe übernimmt die Kontrolle über Oz und scheint die Nase vorn zu haben. Doch obwohl diese Geschichte ernste Töne im Ansatz besitzt, ist sie vor allem eine schwarze Komödie, die wunderbar die Elemente ihres Genres nutzt und so mit Humor und Spannung fantastisch unterhalten kann. Handwerklich perfekt umgesetzt – es wurde mit realen Puppenspielern gearbeitet – und stimmig besetzt ist der Kurzfilm eine absolute Empfehlung und zeigt, wie gut Eros V sein Handwerk beherrscht, so dass man hofft, dass er bald mit einem Langfilm das Horror-Genre bereichern wird.
Fazit: „Meat Puppet“ ist ein großartiger Kurzfilm von Eros V. Mit Humor und Genre-Elementen erzählt er die Geschichte eines Paares, in dem der Mann nicht erwachsen werden will. Mit viel Inszenierungs- und Spielfreude, überzeugenden Effekten und pointiertem Humor wird in Szene gesetzt, wie das die Hauptfigur in Gefahr bringt.
Bewertung: 9/10
Hier gibt es den kompletten Kurzfilm „Meat Puppet“:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 25. Landshuter Kurzfilmfestival 2025 – Katalog (Programm ‚Shock Block‘)
- Rob Munday, ‚Meat Puppet by Eros V // Comedy Horror Short‘, directorsnotes.com, 2024
- Eintrag des Kurzfilms „Meat Puppet“ auf der Website des Regisseurs Eros V
- Meat Puppet (2024) in Podcast: The Horror Agenda, 22.01.2025.
