„Puzzle“ (2024)

Doreen Kaltenecker
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Filmkritik: Der nicht mal drei-minütige Horror Short „Puzzle“ von Sebastien Roignant, der im Genre-Programm des 26. Landshuter Kurzfilmfestivals 2026 zu sehen war, spielt mit Genre-Klischees und schafft so einen unterhaltsamen Kurzfilm.

Die Puzzle-Influencerin Sarah (Manoé Richardier) entdeckt ein neues, schönes Motiv und puzzelt dies für ihre Fans. Doch irgendwas scheint damit nicht zu stimmen, so dass sie sich bald Hilfe holt, um das diabolische Puzzle zu bezwingen. 

Der exakt zwei Minuten 20 Sekunden lange Film entstand aus der Idee heraus, einen Film zu drehen, dessen einzelne Szenen nur jeweils eine Sekunde lang sind. In 140 Einzelszenen erzählt nun der französische Regisseur und Drehbuchautor Sebastien Roignant die Geschichte eines verwunschenen Gegenstands, die Bekämpfung des Dinges samt Verluste und finalen Sieg. Dabei bedient er sich munter vieler bekannter Horror-Klischees und Tropen aus dem Genre. Nur der Gegenstand selbst – ein Puzzle – ist dabei erfrischend neu im Genre. Im Sinne der Geschichte wird der Film als Smartphone-Aufnahmen gezeigt. Sprich im Hochkant-Format präsentiert sich anfänglich die Darstellerin noch gut gelaunt beim Puzzle und dann breitet sich in ihrem Leben immer mehr der Schrecken aus. Das Publikum kann mit Hilfe der kurzen Ausschnitte ihre Geschichte selbst zusammenpuzzeln, was mühelos gelingt, weil viele Elemente einem vertraut sind. Manoé Richardier übernahm die Hauptrolle und schaffte es, trotz der Kürze der Zeit ihrer Figur Leben einzuhauchen. So ist der kurze Kurzfilm „Puzzle“ von Sebastien Roignant ein wunderbar temporeicher, amüsantes Kleinod, das gekonnt mit Horror-Tropen spielt. 

Bewertung: 4/5

Trailer zum Kurzfilm „Puzzle“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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