“Dead Zone – Das Attentat” von Stephen King (1979)

© Verlagsgruppe Random House GmbH

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Buchkritik: Die Verfilmung “Dead Zone” von 1983 mit Christopher Walken (Regie: David Cronenberg) und die Serie “Dead Zone”, welche 2002 bis 2007 ausgestrahlt wurde, wecken das Interesse von Cineasten, die sich fragen, wie ein einzelner Film oder gar eine ganze Serie aus einem Roman entstehen können.

Das 1979 von Stephen King veröffentlichte, über 500 Seiten lange Buch (deutsche Ausgabe 1979) erzählt die Geschichte von John Smith, der nach einem Autounfall fünf Jahre im Koma liegt. Als er daraus erwacht, kann er in die Zukunft der Menschen blicken, die er berührt. Wie er mit dieser Fähigkeit umgehen soll, ist von nun an die zentrale Frage seines Lebens. Er selbst wünscht sich vor allem sein altes Leben mit Sarah zurück, doch fünf Jahre sind eine sehr lange Zeit. So verbringt er die Tage damit, Hilfe zu leisten oder sich zu verstecken. Als er den machtbesessenen Politiker Greg Stilson kennenlernt, ändert sich schlagartig sein Leben. Johnny muss sich entscheiden.

© "Pinguino" von Flickr

Stephen King (2007) © „Pinguino“ von Flickr

Der 1972 geborene amerikanische Schriftsteller Stephen King ist bekannt für umfangreichere, leicht geschriebene und unterhaltsame Thriller wie “Es” (1986) und “The Green Mile” (1996). Oft besitzen die Geschichten mystische Komponenten und erschaffen damit eine eigene Welt. “Dead Zone – Das Attentat” ist zwar fest in der Realität verhaftet und besitzt viele zeitgeschichtliche Bezüge, jedoch fügt der Autor King durch die Visionen Johnnys der Geschichte eine fantastische Ebene hinzu. Dabei schafft er es, die Spannung über die ganze Länge des Romans zu halten. Dies gelingt ihm vor allem durch die vielen Nebenstränge und losen Fäden, die er nach und nach verknüpft. Dabei ist vor allem der Wechsel der Erzählperspektive reizvoll, die stets Einblick in die Gedanken und Gefühle der Hauptpersonen gibt. Zudem wird die Geschichte über einen langen Zeitraum erzählt, so dass man auch das Gefühl von Bekanntheit für die Figuren entwickelt und ihr Schicksal fast bis zum Ende mitverfolgen kann. Die Komplexität der Story schafft die Möglichkeit, daraus eine ganze Serie zu kreieren und erklärt gleichzeitig, warum der Film etwas unausgegoren erscheint. Geschrieben ist das Buch zwar nicht sprachlich raffiniert, aber stets unterhaltsam und eignet sich so gut als Bettlektüre.

Fazit: Der bereits 1979 erschienene Roman “Dead Zone – Das Attentat” besitzt eine umfangreiche Länge, die sich aus der Komplexität der Geschichte ergibt. Stephen King lässt den Charakteren und der Geschichte Zeit sich zu entwickeln und kann so den Leser fesseln. Freunde von unterhaltsamem, leicht geschriebenem und spannendem Lesestoff kommen auf ihre Kosten.

Bewertung: 3/5

geschrieben von Doreen Matthei

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