Best Actress (2016, Berlin)

© Deutsche Kinemathek

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Ausstellungsbericht: Seit Anfang Dezember letzten Jahres bis einschließlich zum 1. Mai 2016 wird im Museum für Film und Fernsehen in Berlin die Ausstellung Best Actress gezeigt. Die Sonderausstellung erstreckt sich dabei über zwei Etagen und stellt chronologisch die Gewinnerinnen der Oscar-Trophäe für die Beste Schauspielerin vor. Seitdem im Jahr 1929 der Oscar ins Leben gerufen wurde, gibt es einen Preis für die beste Hauptdarstellerin. Bis heute wurden 73 Schauspielerinnen (die diesjährige Gewinnerin Brie Larson nicht mit eingerechnet) ausgezeichnet. Dabei kam es vor, dass manche Darstellerinnen über die Jahre mehrere Oscars erhielten.

© Marian Stefanowski

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Der Besucher wird durch ein oberhalb der Exponate angebrachtes ‘Band’ aus Namen durch die Galerie geführt. Chronologisch folgt der Betrachter nun den Oscarvergaben und kann sich zu ausgewählten Frauen Szenenbilder, Fotografien, Plakate, Kleider und Filmausschnitte ansehen. Dabei wurden die Filmausschnitte nicht nach Darstellerinnen, sondern thematisch sortiert. So erzählt ein Monitor beispielsweise die Geschichte von leidenden Figuren, für welche die Darstellerinnen einen Oscar erhielten. Besonders interessant sind auch die Mitschnitte oder Berichterstattungen über vergangene Oscarverleihungen, die auf Fernsehern überall in der Ausstellung zu betrachten sind. Im Gesamten bietet die Ausstellung einen guten ersten Einblick in das Thema. Man konnte dabei manche Wissenslücke mit Namen und Filmtiteln gut schließen. Doch was die Ausstellung leider versäumt hat, ist tiefergehende Informationen zu den Darstellerinnen zu liefern. Meistens bekommt der Besucher nur die Information, dass die jeweilige Schauspielerin einen Oscar für einen bestimmen Film erhielt. Manchmal war sogar diese Information unklar, weil unter dem Namen mehrere Filme versammelt waren. Schade ist es auch, dass nicht alle Gewinnerinnen beleuchtet wurden, so dass man nicht einmal sagen kann, für welchen Film beispielsweise die unbekannte Darstellerin Maggie Smith einen Oscar erhielt. Diese lückenhafte Bestandsaufnahme vereitelt ein wenig den Genuss der Ausstellung und konnte leider auch nicht durch einen begleitenden Katalog gefüllt werden, da für diese Ausstellung offensichtlich keiner konzipiert wurde.

© Marian Stefanowski

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Fazit: Die Berliner Ausstellung Best Actress im Museum für Film und Fernsehen macht Spaß anzusehen. Dabei bietet sie einen guten Einblick nach Hollywood, zeigt tolle Fotografien und bringt einem unbekannte Filme näher. Doch leider verzichtet die Ausstellung auf Vollständigkeit und zusätzliche Informationen. Was den Besuch ein wenig trübt.

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Website der deutschen Kinemathek

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