Fünf Fragen an Andy London

Interview: Auf dem 30. Filmfest Dresden lief der dokumentarische Animationskurzfilm “149th and Grand Concourse”. Andy London, von dem ‘London Squared’-Filmemacher-Team erzählt uns mehr zur Entstehung des Films, über ihre langjährige Zusammenarbeit und die Liebe zu New York.

The original english language interview is also available.

Wie seid ihr auf die Idee zu dem Film gekommen?

Wir dachten, es würde Spaß machen, den Gesang des Stadtmobiliars zu animieren. Grand Concourse (die südliche Bronx) hat eine sehr vielfältige Bevölkerung. Wir wollten, dass die Lieder und Bilder das widerspiegeln.  

Ging es euch vor allem um die Idee und ihre Umsetzung oder hattet ihr eine Geschichte oder ein Statement im Hinterkopf?

Wir wollten eines der letzten authentischen New Yorker-Viertel einfangen, bevor es in die Gentrifizierung gerät. Man kann sehen, dass fast jede Aufnahme eine Art von Baustelle zeigt.

Wie wurden eure ‘Protagonisten’ für den Film ausgewählt und wie war es, vor Ort zu drehen?

Ich suchte nach meinen Lieblingsstadtmobiliar – das mit ausdrucksstarken Gesichtern. Dann nahm ich etwa 100 Leute auf, die ihre Lieblingslieder sangen. Danach habe ich das Stadtmobiliar mit den Stimmen abgeglichen.

Ich habe das Stadtmobiliar Bild für Bild mit einer DSLR und einem Kabelauslöser aufgenommen. Dann animierte ich alles in After Effects. Carolyn hat die Tonspur bearbeitet und die Aufnahmen ausgesucht.

Obwohl euer Nachname was anderes vermuten lässt, seid ihr stark mit New York verbunden. Was fasziniert euch an der Stadt?

Ja, ich liebe New York City. Abgesehen von einigen Jahren als ESL-Lehrer in der Tschechischen Republik habe ich mein ganzes Leben lang hier gelebt. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, lange Spaziergänge in verschiedenen Vierteln zu machen und die Menschen, die Geschäfte, das Graffiti, das Stadtmobiliar, den Verkehr usw. zu beobachten. Es wird nie langweilig. Diese Spaziergänge sind immer belebend und inspirierend. Ich bin sehr glücklich, hier zu leben. Carolyn denkt da ähnlich. Sie ist aus Chicago, aber sie lebt seit 25 Jahren in New York. Sie hat in Manhattan, Brooklyn und Queens gelebt.

Arbeitet ihr immer zusammen? Wie sehen eure nächsten Projekte aus?

Meine Frau und ich arbeiten seit 1999 zusammen. In den letzten Jahren haben wir begonnen, getrennt voneinander zu arbeiten. Sie gründete eine Werbeagentur und ich habe als Hochschulprofessor in der südlichen Bronx (Hostos, CUNY) gearbeitet, wo ich ein erschwingliches Animationsprogramm leite und entwickle. Wir arbeiten aber immer noch gemeinsam an persönlichen Projekten wie diesem.

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Interview: The animated documentary short “149th and Grand Concourse” was shown at the 30th Filmfest Dresden. Andy London, of the ‚London Squared‘ filmmakers team, tells us more about the making of the film, about their long-standing collaboration and love for New York.

How did you get the idea for your film?

We thought it would be fun to animate street furniture singing. Grand Concourse (the south Bronx) has a very diverse population. We wanted the songs and imagery to reflect that.  

Is the idea and its execution central or did you have a backstory or statement in mind you wanted to make with this film?

We wanted to capture one of the last authentic New York City neighborhoods before it slips into gentrification. You’ll see almost every shot shows some sort of construction.

How did you pick the “protagonists” for your film and how was it to shot on location?

I looked for my favorite pieces of street furniture (the ones that had expressive faces). Then I recorded about 100 people singing their favorite songs. Afterwards I matched the street furniture with the voices.

I shot the street furniture frame by frame with a DSLR and cable release. Then I animated and everything in After Effects. Carolyn edited the sound track and narrowed down the shots.

Contrary to what your last name suggests you seem to be deeply connected to New York. What fascinates you about the city?

Yes, I love New York City. Apart from a few years teaching ESL in the Czech Republic, I’ve lived here my whole life. One of my favorite things to do is to take long walks in different neighborhoods and observe the people, the stores, the graffiti, the street furniture, the traffic, etc. It never gets boring. These walks are always invigorating and inspiring. I’m very lucky to live here. Carolyn feels similarly. She’s from Chicago but she’s been living in NYC for twenty-five years. She’s lived in Manhattan, Brooklyn and Queens.

Do you always work together? What are your next projects?

My wife and I have been collaborating since 1999. Over the past few years we have begun to work separately from each other. She started an advertising company and I have been working full time as a college professor in the south Bronx (Hostos, CUNY) where I run and develop an affordable animation program. However, we still work together on personal projects like this one.

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