“Der kleine Bär” von Else Holmelund Minarik (2013)

64 Seiten / ab 5 Jahren / Aladin Verlag / 9,95 €

© Aladin Verlag

Buchkritik: In den 50er Jahren entstanden mehrere Buchreihen für Erstleser. Dr. Seuss startete mit “The Cat in the Hat” 1957 seine beliebte Kinderbuchreihe, welche Bücher, wie “Yertle the Turtle and Other Stories” (1958) und “How the Grinch stole Christmas!” (1956) hervorbrachte. Im gleichen Jahr entstand auch das erste von sechs Büchern über den kleinen Bären der Autorin Else Holmelund Minarik. So berichten vier Geschichten in dem Buch “Der kleine Bär” (OT: “Little Bear”) von dessen Abenteuern.

Der kleine Bär hat immer was zu tun. Dabei passiert es schon mal, dass er mit einem Astronautenhelm zum Mond fliegt, friert, wenn er draußen spielt und eine Geburtstagssuppe für seine Gäste kocht. Glücklicherweise ist da auch noch Mutter Bär, die ihn bei allem unterstützt.

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Mit diesem Kinderbuch von 1957 startete die amerikanische Autorin Else Holmelund Minarik (1920-2012) eine Erstlesereihe, die über den englischsprachigen Raum hinaus bekannt wurde und so auch ins Deutsche übersetzt wurde. Vor ein paar Jahren erschien die Reihe neu aufgelegt mit einer stimmigen Übersetzung von Erdmut Gross, welche mehr das Herz der Originalreihe einfängt. Die Reihe besteht aus sechs Büchern (darunter auch “Ein Kuss für den kleinen Bären” LINK (1968)), wobei das letzte Buch (“Der kleine Bär und Marco Polo”) erst 2010 und mit einer anderen Illustratorin erschienen ist. Bei den ersten fünf Büchern übernahm der Autor von “Wo die wilden Kerle wohnen” – Maurice Sendak (1928-2012) die Ausgestaltung der Illustrationen. Obwohl die Geschichte es nicht nahelegt, denn ihr Inhalt besitzt eine gewisse Zeitlosigkeit, versetzt der Zeichner die Bären in eine vergangene, antiquierte Zeit. Doch die Zeichnungen sind trotzdem entzückend. Vor allem die Mimik des kleinen Bären und die fantasievollen Details tragen viel zum Charme der Geschichten bei. Diese sind einfach gehalten, aber nie langweilig. Mit nur wenigen Worten und Wiederholungen laden sie Erstleser ein, erfreuen aber auch zuhörende Kinder. Denn die Geschichten sind voller Überraschungen und regen wunderbar die Vorstellungskraft der Kleinen an. Zudem kann man das Buch durch seine Geschichtenstruktur gut in einzelne Lese-Etappen unterteilen.

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Fazit: Das bereits 1957 erschienene Kinderbuch “Der kleine Bär” der Autorin Else Holmelund Minarik besticht durch seine kreativen Geschichten, seinen einfachen Stil, der zum Selberlesen einlädt und den entzückenden Illustrationen von Maurice Sendak. Das macht das Buch zu einem Klassiker, das damals wie heute Kinder entzücken kann.

Bewertung: 4/5

 

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geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

 

2 Gedanken zu ““Der kleine Bär” von Else Holmelund Minarik (2013)

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