Fünf Fragen an Cindy Schmid

Interview: Im Gespräch mit Cindy Schmid erfahren etwas mehr über die Entstehung des Films „Vielmals“ und von ihrer Zusammenarbeit mit Nora Gomringer.  

Trotz seiner Kürze ist dein Kurzfilm „Vielmals“ sehr intensiv. Das liegt vor allem an seiner wahren Hintergrund-Geschichte. Kannst Du mir mehr davon erzählen?

Nora Gomringer hat in ihrem Gedicht, welches ich visualisiert habe, das Schicksal der Schweizer Verdingkinder aufgegriffen. Bei textlichen Fragen, möchte ich ihr hier nicht vorgreifen.

Ich empfehle für mehr Hintergrundinformationen zu diesem Thema den Wikipediaartikel ‘Verdingung’  

Der fragmentarische Off-Kommentar geht unter die Haut. Kannst Du mir mehr zu dem Auditiven erzählen? Hat Nora Gomringer den Text selber eingesprochen?

Ja, Nora Gomringer hat den Text selbst eingesprochen. Sie ist außerdem die Produzentin des Films. Die flirrenden Sounds wurden vom Schlagzeuger Philipp Scholz eingespielt.

Stark ist auch die visuelle Umsetzung. Du bist selbst Grafikdesignerin und das scheint man dem Film anzusehen. Wie hast Du Dein Material dafür gefunden und warum hast Du Dich für diesen Collagen-Stil entschieden?

Ich bin seit vielen Jahren collagierend unterwegs. Es ist eine Kunstform, die mir eine gewisse Schnelligkeit erlaubt. Wenn ich weiß, was ich ausdrücken möchte und wo ich das Material zur Idee in meinem Archiv (Bücher, Bücher, Bücher) finde, geht die Sache mit dem Bild recht schnell. Alles ist trotzdem zufällig, intuitiv…und natürlich nicht komplett planbar. Das ist eine Mischung, die mir sehr gefällt.

Kannst Du mir mehr zu Dir erzählen und wie es zu der Zusammenarbeit mit Nora kam? Bamberg und Greifswald liegen ja nicht gerade nebeneinander.

Ich arbeite als freie Illustratorin, Grafikerin, Künstlerin, … in Greifswald. Dank des Internets sind Entfernungen wie z.B. nach Bamberg kein Problem.

Wie geht es bei Dir weiter? Kann man sich auf weitere Experimentalfilme von Dir freuen?

Aktuell habe ich Ringelnatz am Wickel – ja, einiges wird wohl noch kommen.

Die Fragen stellte Doreen Matthei

Lies auch die Rezension des Kurzfilms „Vielmals

2 Gedanken zu “Fünf Fragen an Cindy Schmid

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