„Exploding Kittens“ (2015)

ab 30 Jahren (laut Hersteller) / 2-5 Spieler / 15 Minuten Spieldauer / The Oatmeal (deutsche Version: Asmodee Verlag) / 32 €

Spielekritik: Das im Eigenverlag herausgebrachte Kartenspiel „Exploding Kittens“ aus der Hand des Spieledesigners Elan Lee, dem Produzenten Shane Small und dem Comiczeichner Matthew Inman alias The Oatmeal wurde über eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen und schaffte es nach nur acht Minuten die gewünschte Summe zu erreichen – zur damaligen Zeit ein Rekord.

In dem Kartenspiel, bestehend aus 56 Karten, versucht jeder Spieler derjenige zu sein, der nicht von einer explodierenden Katze getötet wird. Durch geschickten Einsatz von Action-Karten, natürlich auch einer Riesenportion Glück und mit der ein oder anderen Entschärfung versucht man dem fast Unvermeidlichen zu entkommen. Welcher Spieler hält wohl am längsten durch?

Der Comiczeichner Matthew Inman, bekannt unter seinem Künstlernamen ‚The Oatmeal‘ entwickelte zusammen mit dem Spieledesigner Elan Lee im Jahr 2015 das Kartenspiel „Exploding Kittens“ (übersetzt heißt das soviel wie „Explodierende Kätzchen“). Seitdem sind auch ein Erweiterungsset („Imploding Kittens“ (2016)) und ein Party-Package für bis zu zehn Personen erschienen. Der Asmodee Verlag brachte dann 2017 die deutsche Variante des Spiels heraus, wobei die Texte 1:1 übersetzt wurden. Das Kartenspiel liefert bereits die erste gute Unterhaltung, wenn man die Anleitung liest. Dieser Humor setzt sich dann bei der Ausgestaltung, basierend auf Oatmeals Comicstil, fort. Das Spiel ist wunderbar geeignet für kurze Runden, da die Regeln schnell erklärt sind und man es auch ohne großes Nachdenken einfach spielen kann. So eignet es sich für Party-Spielrunden und für Spielfreude, die es nicht so kompliziert mögen. Zudem kann man es wunderbar immer mal zwischendurch einbauen, da es mit einer geschätzten Spieldauer von 15 Minuten schnell zum Ende kommt. Wunderbar ist es dass trotz des einfachen Spielprinzips auch durch häufiges Spielen nicht seinen Reiz verliert und mit seinem Last-Man-Standing-Prinzip immer wieder für gute Unterhaltung sorgt.

Hinzu kommt die gelungene Umsetzung des Spiels. Jede Karte ist natürlich ganz im Stil des Comiczeichners Oatmeal entstanden und offenbart seinen Stil mit seinem typischen, bissigen Humor. Mit vielen aberwitzigen Ideen (wie dem Friedensnöbelpreis als Abwehrkarte oder dem Hasaurier als Unterstützerkarte) zieht er die Spieler auf seine Seite. Die Ausgestaltung ist dabei zwischen irgendwie hässlich und putzig angesiedelt und passt perfekt zum Spiel. Spielprinzip und Optik sind so aus einem Guss, was man dem Umstand verdankt, dass hier die Spieleentwicklung stärker als als üblich mit dem Illustrator zusammengearbeitet hat.

Fazit: Das Kartenspiel „Exploding Kittens“ bietet alles, was man sich von einem comicbasierten Last-Man-Standing-Spiel wünschen kann. Das leicht zu erklärende und amüsante Spielprinzip geht hier wunderbar Hand in Hand mit den Illustrationen und dem innewohnenden Humor. So besitzt das Spiel viele Qualitäten, um es immer wieder aus den Schrank zu holen und in verschiedenen Konstellationen (als Nachmittagsspielchen oder Partyspiel) zu spielen.

Bewertung: 5/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

Ein Gedanke zu “„Exploding Kittens“ (2015)

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