„Baghead“ (2017)

Kurzfilm / UK / Fiktion / 2017

Filmkritik: Auf dem 20. Landshuter Kurzfilmfestival lief der britische Kurzfilm „Baghead“ von Alberto Corredor, der einen auf dunkle Pfade führt und dann mit seinem Richtungswechsel überraschen kann.

Um aus seiner Trauer herauszukommen, sucht Kevin (Oliver Walker) die sogenannte Baghead auf. Diese Hexe (Pat Boothman) lebt verborgen an einem schäbigen Ort, kann ihm aber möglicherweise helfen, seinen Verlust zu verarbeiten.

Der Filmemacher Alberto Corredor, geboren in Spanien, hat schon einen langen Weg im Filmbusiness hinter sich. Es verschlug ihn erst nach Deutschland und dann nach London, wo er nach zehn Jahren die Regie seines ersten Kurzfilms übernehmen durfte. Dafür wählte er einen Stoff des Drehbuchschreibers Lorcan Reilly aus, der sich wunderbar für einen Kurzfilm anbietet. Mit einer dichten Atmosphäre und dem richtigen Umgang mit Genre-Elementen entwirft Corredor schnell eine eindringliche Geschichte, deren Ende man nicht vorhersehen kann und die auf spannende Art unterhaltsam ist. Für sein Projekt wählte er aber nicht nur die richtige Geschichte aus, sondern auch den passenden Look. Es überzeugen dabei die Ausgestaltung der Figur Baghead, welcher von Pat Boothman gespielt wird, und die Wahl der Darsteller. Im Gesamten schuf Corredor einen wunderbaren Auftakt für seine Regie-Karriere und man kann gespannt sein, wo die Reise noch hingehen wird.

Fazit: Der Regisseur Alberto Corredor hat nach einem Drehbuch von Lorcan Reilly einen Kurzfilm geschaffen, der auf viele Arten unter die Haut geht. Mit inszenatorischen Spürsinn und einer leichtfüßigen Art bewegt er sich souverän im Genre und kann man mit seiner Wendung bestimmt viele überraschen.

Bewertung: 7/10

Trailer des Kurzfilms „Baghead“

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu “„Baghead“ (2017)

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