„Das Buch ohne Bilder“ von B. J. Novak (2016)

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52 Seiten / ab 3 Jahren / Blanvalet Verlag / 12 €

Aus „Das Buch ohne Bilder“ von B. J. Novak
© Blanvalet Verlag

Buchkritik: Welches Kind liebt Vorlesebücher nicht? Gerade aufgrund der vielen, meist fantastischen Bildern, welche die Geschichten immer vervollständigen? Jetzt kommt der Schauspieler und Autor B. J. Novak mit einem ganz andere Kinderbuch um die Ecke. „Das Buch ohne Bilder“ (OT: „The Book with no Pictures“, 2014) erzählt eine Geschichte ganz ohne Bilder, aber dafür mit einer Menge Spaß für die kleinen Zuhörer.

Ein Vorlesebuch ohne wirklich erkennbaren roten Faden, der die Erwachsenen einfach dazu verleitet seltsame Geräusche zu machen, witzige Ding zu sagen oder ein absurdes Lied zu singen und so ihren jungen Zuhörer eine große Freude zu machen.

Aus „Das Buch ohne Bilder“ von B. J. Novak
© Blanvalet Verlag

Wer das 52-seitige Buch vorliest, kommt aufgrund der Schriftgröße und ähnlichem nicht umhin, es in einer besonderen Weise vorzulesen. Hinzu kommen absurde oder entlarvende Texte und Wörter wie BLORK oder BLuuRF. Der Vorleser wird selbst überrascht, was er da liest und genau das macht den Charme aus. Kinder werden es lieben, wenn sie es vorgelesen bekommen und ihre Eltern sich dabei zum Obst machen. Ausgedacht hat sich das B. J. Novak (*1979), den man u.a. als Darsteller bei „Inglourious Basterds“ (2009) von Quentin Tarantino gesehen hat. Mit dem „Buch ohne Bilder“ gibt er sein Debüt als Kinderbuchautor und trifft genau ins Schwarze. Auch die Gestaltung, trotz fehlender Bilder, ist sehr ansprechend. Das Buch hat nichts wirklich Didaktisches an sich, aber es bereitet den jungen Zuhörern einen Hochgenuss. Der alberne Text wird vermutlich zum Favoriten im Leseschrank mutieren, wie das dann die Eltern finden, ist eine andere Frage. Aber wenn es einmal zu viel wird, legt man die beiliegende CD ein, auf der ein anderer das Vorlesen übernimmt. 

Fazit: Ein Kinderbuch ohne Bilder: Das kann man sich als Erwachsener noch besser vorstellen als die jungen Zuhörer. Doch mit seinen albernen Text, der Eltern viel Dummes erzählen lässt, bringt „Das Buch ohne Bilder“ von B. J. Novak Kinderaugen zum Leuchten und macht allen Beteiligten so viel Freude, dass man es mit Sicherheit noch häufig aus dem Schrank zum Vorlesen holen darf.

Bewertung: 4/5

Adnan Maral liest „Das Buch ohne Bilder“

 

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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