„Der Autounfall“ (2018)

Kurzfilm / Russland / Animation / 2018

Filmkritik: In der Kurzfilmnacht des 28. Cottbuser Filmfestivals lief der russische Kurzfilm „Der Autounfall“ (OT: „ДТП“, ET: „Road Accident“) der Filmemacherin Anna Dezhurko, welcher Missstände in der russischen Gesellschaft offen anprangert.

Eine junge Frau (Anna Zaikova) kollidiert mit einem anderen Auto. Obwohl die Schuld definitiv bei ihr liegt, kehrt die Polizei die Situation um. 

Der russische Kurzfilm „Der Autounfall“ der Filmemacherin Anna Dezhurko zeigt (wie auch der Langfilm „Jumpman“) ohne Scheu und eindringlich, was im russischen Rechtssystem nicht richtig läuft. Sie konstruiert eine alltägliche Situation, die anfänglich harmlos erscheint, und spinnt auf authentischem Wege die Geschichte immer weiter, welche dem Zuschauer eindringlich die Ungerechtigkeiten vermittelt. Dafür fand sie nicht nur das richtige Setting – eine Straße irgendwo in Moskau, sondern auch die richtigen Darsteller, welche dazu beitragen, sich in sie hineinzuversetzen und mitzufühlen. Im Gesamten ist „Der Autounfall“ ein rundum gelungener, höchst politischer Kurzfilm, der die politische Kraft offenbart, welche in Filmen steckt.

Fazit: Die russische Regisseurin und Drehbuchschreiberin Anna Dezhurko erzählt in ihrem Kurzfilm „Der Autounfall“ von einer realitätsnahen Begebenheit und hält damit der Gesellschaft und der Regierung einen Spiegel vor. Der Kurzfilm ist äußerst politisch und zeigt, dass die jüngeren Generationen sich nicht mit dem Bestehenden abfinden. So ist der fiktive Kurzfilm auf der einen Seite ein treffsicheres Gesellschaftsportrait und gleichzeitig eine Kampfansage.

Bewertung: 7,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Der Autounfall“

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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