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Kurzfilm / Portugal/Deutschland/UK / Dokumentation / 2020
Filmkritik: In der 17-minütigen Dokumentation „Mind Mending“ von Markus Schröder, gesehen auf dem 33. Filmfest Dresden 2021, lernen die ZuschauerInnen Filipe kennen, der an die heilende Wirkung der Musik glaubt.
Während er gerade mit seiner Metal-Band auftrat, erlitt Filipe in Alter von gerade einmal 36 Jahren einen Herzinfarkt. Die dadurch auftretende Aphasie, welche ihm das Sprechen erschwert, versucht er nun zu überwinden, indem er viele Festivals besucht und im Hasenkostüm Kontakt zu anderen Menschen knüpft.
Der dokumentarische Kurzfilm folgt Filipe auf seiner Suche nach einem Weg zurück zu seinem alten Leben. Die Liebe zur Musik und der Kontakt zu Menschen, der sich durch das Hasenkostüm automatisch einstellt, sollen ihm helfen, die Nachwirkungen seines Herzinfarkts zu mildern. Dabei besteht der Film sowohl aus selbst gefilmten direkten Ansprachen an die ZuschauerInnen
als auch aus rein begleitenden Aufnahmen, wenn Filipe über die Festivals tigert und versucht, wieder zu sich selbst zu finden. Dabei trägt er das Bunny-Kostüm wie eine Rüstung und kämpft sich so zurück zum Leben. So überzeugt „Mind Mending“ mit der Nähe zu seinem Protagonisten, Ehrlichkeit und dem unumstößlichen Drang das Leben zu lieben.
Fazit: Der einfühlsame Dokumentarfilm „Mind Mending“ zeigt den Mittdreißiger Filipe, wie er versucht selbst einen passenden Weg aus seiner Krankheit heraus zu finden und setzt dabei auf Musik und ein Hasenkostüm. Der Regisseur Markus Schröder begleitet ihn dabei und erzählt so im klassischen Dokumentarfilm-Gewand dessen Geschichte.
Bewertung: 7,5/10
Trailer zum Kurzfilm „Mind Mending“:
geschrieben von Doreen Matthei
Quellen:
- 33. Filmfest Dresden 2021 – Katalog (Programm ‚Open Air: Shorts‘)
- Eintrag des Kurzfilms „Mind Mending“ auf der Website des Regisseurs Markus Schröder