Acht Fragen an Joon Goh

Doreen Kaltenecker
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Interview: Im Gespräch mit dem malaysischen Filmemachers Joon Goh konnten wir mehr über seinen Kurzfilm „Mop“ erfahren, der im ‚Shock Block‘-Programm des 24. Landshuter Kurzfilmfestivals 2024 lief, wie er die Geschichte in der Corona-Zeit entwickelt hat und was Butoh-Tanztheater für eine Rolle bei der Inszenierung spielte. 

The original english language interview is also available.

Wie ist die Idee zu Deinem Kurzfilm entstanden?

Es geschah während der Abriegelung durch COVID. Es war eine dunkle Zeit. Ich bekam richtig Klaustrophobie, weil ich mit meiner Familie eingesperrt war, und dieses Gefühl brachte mich auf die Idee zu diesem Film. 

Was würdest Du sagen, ist der Kern deiner Geschichte?

Mia Sabrina und Lim Mei Fen

Es geht um die Machtdynamik, die jeder Beziehung innewohnt. Wie wir uns gegenseitig benutzen und wie wir es zulassen, dass wir benutzt werden, um zu bekommen, was wir wollen. 

Wie kam das Möbelhaus als Kulisse ins Spiel? 

In diesem Film geht es um Menschen, die sich gegenseitig als Möbel benutzen, also mussten sie offensichtlich in einem Möbelgeschäft arbeiten! Ich mag den Humor des Films. 

Wie lange habt ihr gedreht?

Einen Tag.

Die beiden Darstellerinnen spielen ihre Rollen sehr gut – wie leicht war es für sie, sich da hineinzuversetzen? Und wie haben sie es auch körperlich geschafft, diese Rollen zu spielen?

Mai Sabrina, Darstellerin im Film „Mop“ auf dem 24. LAKFF

Die Schauspielerinnen sind den Figuren, die sie spielen, ziemlich ähnlich, so dass es für sie nicht schwer war. Wir haben mit einem Butoh-Choreographen zusammengearbeitet, der die verschiedenen Positionen entworfen hat, in denen sich die Schauspielerinnen befanden, und wir haben alles gründlich geprobt. Es war definitiv ein körperlich anstrengender Dreh. 

Wie wurde der Film in Malaysia aufgenommen?

Wir haben nächsten Monat unsere erste öffentliche Vorführung in Malaysia. Ich bin sehr gespannt, wie der Film aufgenommen wird, denn Malaysia ist ein konservatives Land.

Kannst Du mir am Ende noch ein bisschen von Dir erzählen und wie Du zum Film gekommen bist?

Lim Mei Fen

Ich bin seit jeher von Filmen besessen. Ich bin ein autodidaktischer Filmemacher – ich habe einfach eines Tages angefangen, Filme zu machen, und ich habe nie wieder aufgehört.

Sind bereits neue Projekte geplant?

Ich entwickle gerade einen Spielfilm, den wir nächstes Jahr drehen wollen. Es ist ein Horrorfilm, ähnlich wie „Mop“. 

Die Fragen stellte Doreen Kaltenecker
Übersetzung von Michael Kaltenecker

Lies auch die Rezension des Kurzfilms „Mop


Interview: In our conversation with Malaysian filmmaker Joon Goh, we learned more about his short film „Mop„, which was screened in the ‚Shock Block‘ program of the 24th Landshut Short Film Festival 2024, how he developed the story during the Corona period and what role Butoh dance theater played in the production.

How did the idea for your short film come about? 

It came during the covid lockdowns. It was a dark time. I got really claustrophobic from being locked up with my family and that feeling sparked the idea for the film. 

What would you say is the core of your story? 

It’s about the power dynamics inherent within every relationship. How we use each other, and how we allow ourselves to be used to get what we want. 

How did the furniture store come into play as a backdrop? 

This is a film about people using each other as furniture, so they obviously had to work in a furniture shop! I like the humor of it. 

How long did you film for? 

One day

The two actresses play their roles very well – how easy was it for them to put themselves in it? And how did they manage to play these roles physically? 

The actresses are quite similar to the characters they play so it wasn’t hard for them. We worked with a ‚butoh‘ choreographer who designed the various positions the actresses found themselves in, and we rehearsed it thoroughly. It was definitely a physically demanding shoot. 

How was the movie received in Malaysia? 

We’re having our first Malaysian public screening next month. I’m very curious about the reception as Malaysia is a conservative country.

Can you tell me a bit about yourself at the end and how you came to making films? 

I’ve been obsessed with movies since forever. I’m a self taught filmmaker – I just started making things one day and I never stopped.

Are there any new projects planned? 

I’m developing a feature film which we are planning to shoot next year. It’s a horror film, similar in tone to „Mop„. 

Questions asked by Doreen Kaltenecker

Read on the german review of the short film „Mop

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