„Lost in the Sky“ (2024)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Schweden / Animation / 2024

Filmkritik: Der 13-minütige Kurzfilm „Lost in the Sky“ des schwedischen Regisseurs Simon Öster, der im Genre-Programm des 24. Landshuter Kurzfilmfestivals 2024 lief, ist eine klassische Lonely-Roboter-in-Space-Geschichte, aber die Machart unterscheidet sich von den großen Vorbildern.

Ein einsamer Rettungsroboter sucht in einer fremden Galaxie nach Menschen, die verloren gegangen sind. Eines Tages entdeckt er eine Astronautin, die bald von einem schwarzen Loch verschlungen wird. Er muss rasch handeln, um seine Mission zu erfüllen. 

Als der schwedische Regisseur Simon Öster auf die Idee kam, seinen Sci-Fiction-Film als Live-Action umzusetzen, ohne dabei CGI-Effekte zu verwenden, ahnte er nicht, welche wahnsinnige Arbeit auf ihn zukommen würde. Sein Film, nach einem Drehbuch von Kevin Gullberg, erzählt eine Geschichte zwischen „Wall-E“ (2008) und klassischen Sci-Fi-Lost-im-All-Geschichten und schafft es trotz großer Vorbilder und Anleihen etwas Ansprechend und Unterhaltsames zu erzählen. Als Zuschauer:in schlägt man sich schnell auf die Seite des kleinen Roboters, der genauso einsam ist wie verzweifelt, dass er seinen Auftrag nicht erfüllen kann. Umgesetzt wurde das in einem sehr schönen, auch für kindliche Augen ansprechenden Design, das klar seine Neigung für Pixar-Filme zeigt. Geschaffen ist dabei vom Weltall selbst bis zum Roboter alles mit der Hand. Öster verzichtete komplett auf CGI und digitale Tricks und so benötigte er sieben Jahre, bis der Film fertiggestellt war. Doch die Arbeit hat sich gelohnt, denn es sieht fantastisch aus und man sieht jeder Szene die Liebe zum Medium an. 

Fazit: „Lost in the Sky“ ist ein Kurzfilm des Regisseurs Simon Öster, der sich mit seiner Geschichte und seinem Look an große Vorbilder anschmiegt und gut unterhalten kann. Darüber hinaus besticht die Liebe zum Handwerk und die langjährige Arbeit, die hinter den wunderschönen Bildern steckt.

Bewertung: 9/10

Trailer zum Kurzfilm „Lost in the Sky“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

Daniel Yocom, ‚Chatting with filmmakers Simon Öster and Kevin Gullberg of LOST IN THE SKY., youtube.com, 2024

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