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Kurzfilm / Spanien, USA, Frankreich / Experimental / 2022
Filmkritik: Der Experimentalfilm „Lo-Tech Reality“ von Garcia López, der im Programm ‚Experimente‘ auf dem 36. Filmfest Dresden 2024 lief, ist gleichzeitig ein Musikvideo und ein visuell abstraktes Erlebnis.
Wesen aus dem Himmel kommen nach Detroit, einen Ort, wie sie gehört haben, wo sie Lo-Tech-Werkzeuge finden können, um das Verlorengegangene wieder aufzubauen. Aber der Ort ist menschenleer.
Der spanische Filmemacher Guillermo García López, der auch das Drehbuch zu diesem Kurzfilm schrieb, schuf einen architektonischen Technofilm. Denn in seinem Film spielen nicht die Menschen, sondern nur die Gebäude eine Rolle. Diese werden abstrahiert und menschenleer in einem wiederkehrenden Rhythmus eingefangen. Den Beat gibt der Track „Lo-Tech Reality“ von ‚Mad‘ Mike Banks vor.
Dieser ist Gründer des Musiklabels und Techno-Kollektivs ‚Underground Resistance‘ mit dem López hier eng zusammengearbeitet hat. So kann man in die trance-gleichen Bildern zu dem ansprechenden Track noch mehr reinlesen, was viel mit der Philosophie des Labels zu tun hat. Doch was einem gezeigt wird, ist zuallererst ein berauschender Kurzfilm, der Musik wunderbar mit seinen Bildern, die viel mit Spiegelungen, Entfremdungen und eingefügten Lichtpunkten arbeiten, zusammenbringt und damit im Gedächtnis bleibt.
Fazit: „Lo-Tech Reality“ von Garcia López ist eine Art von Musikvideo, das mit entfremdeten Bildern den gleichnamigen Track von ‚Mad‘ Mike Banks visualisiert und so der Stadt Detroit ein ungewöhnliches Portrait schenkt.
Bewertung: 7,5/10
Trailer zum Kurzfilm „Lo-Tech Reality“:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 36. Filmfest Dresden 2024 – Katalog (Programm ‚Experimente‘)
- Eintrag des Kurzfilms „Lo-Tech Reality“ bei Sintagma Films
- Eintrag des Kurzfilms „Lo-Tech Reality“ bei den Berlinale Talents
- Eintrag des Kurzfilms „Lo-tech Reality“ auf der Website des Regisseurs Garcia López