„Fish and Cheese“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2023

Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm „Fish and Cheese“ von Sina Guntermann, der im Programm der 58. Hofer Filmtage 2024 lief, ist die Kurzfilm-Umsetzung einer eigenen Kurzgeschichte, die es schafft, das Erinnern filmisch greifbar zu machen.

Rückblickend erzählt eine junge Frau von ihrer Freundschaft zu Vittoria (Nele Hauke), die zusammen mit ihrer Familie einen Food Truck betrieb. Was hat sie ihr bedeutet? Und was ist von der gemeinsamen Zeit geblieben?

Nach einer eigenen Kurzgeschichte schuf die Regisseurin und Drehbuchschreiberin Sina Guntermann einen sechsminütigen Kurzfilm, der das Gefühl des Erinnerns und auch das Erinnerung-Lebendig-Haltens einfängt. Was nehmen wir mit aus früheren Bekanntschaften? Was bleibt als Gefühl zurück? Wie kommt es dazu, dass man sich verliert? All diese Fragen schwingen in dem essayartigen Film mit. Das Voice-Over trägt einen durch die Bilder der Geschichte, welche sich assoziativ aneinander schmiegen. Die 16mm-Filmaufnahmen besitzen etwas Schönes und Melancholisches zugleich. Wie die Sehnsucht, welche sie repräsentieren. Auch etwas Traumartiges hängt allen Bildern an und verortet die Worte so klar auf einer emotionalen Ebene.

Fazit: „Fish and Cheese“ der Filmemacherin Sina Guntermann ist ein melancholisch schöner Kurzfilm, der sich erinnert und sich sehnt und es schafft, diese Gefühlspalette visuell und erzählerisch zu vermitteln.

Bewertung: 7/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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