„The Internet Remains Undefeated“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / UK / Fiktion / 2023

Filmkritik: Der britische Kurzfilm „The Internet Remains Undefeated“ von Robbie Gibbon, der im ‚Shock Block‘-Programm des 25. Landshuter Kurzfilmfestival 2025 zu sehen war, erzählt in sieben Minuten einen überraschenden Horror-Geschichte.

Layla (Megan Rose McCarthy) hat genug von der ständigen Musikbeschallung von nebenan und beschließt, ihren Nachbarn (Adam Bernet) zur Rede zu stellen. Doch was sie in der Wohnung erwartet, hätte sie nicht geglaubt und auf einmal ist die Musik das kleinste Problem.

Die Inspiration für diesen Kurzfilm liegt auf der Hand: Der Regisseur und Drehbuchautor Robbie Gibbon stolperte über einen YouTube-Internet-Trend, den er hier in einem siebenminütigen Horror-Short verarbeitete. Er baut dies in eine Geschichte ein, die nicht viel Rahmenhandlung benötigt. Ein Pärchen fühlt sich gestört von einem Nachbarn und sie gehen eines Nachts dagegen vor. Was dann passiert, soll nicht verraten werden, liegt aber abseits klassischer Horror-Tropen. Trotzdem ist der Film ganz dem Horrorkino verschrieben, weiß unheimliche Elemente genauso einzusetzen wie mit seiner finalen Konsequenz zu überzeugen. Hinzu kommt eine gelungene Tricktechnik und eine sympathische Besetzung der Rollen, so dass man sich schnell in die Geschichte involviert fühlt. Als Sahnehäubchen kann man den Film als eine Spitze gegen Internet-Trends und Hypes lesen.

Fazit: „The Internet Remains Undefeated“ ist ein Kurzfilm von Robbie Gibbon, der mit einem witzigen Ausgangsidee und einer souveränen Inszenierung in der Kürze der Zeit Spannung erzeugt, so dass man nicht nur den Kurzfilm sichten, sondern auch den Regisseur im Auge behalten sollte.

Bewertung: 8/10

Trailer zum Kurzfilm „The Internet Remains Undefeated“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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