„Him“ (2025)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Frankreich / Fiktion / 2025

Filmkritik: Der französische Kurzfilm „Him“ (OT: „Lui“) von Matthias Couquet, der im ‚Shock Block‘-Programm des 25. Landshuter Kurzfilmfestival 2025 lief, erzählt eine unheimliche Geschichte aus einer überaus alltäglichen Situation heraus.

François (Andranic Manet) hat seinen Freund Pierre (Anthony Martin) um ein Treffen gebeten. Seit Tagen fühlt sich François verfolgt und beobachtet. Es scheint mit einem früheren Freund (Sylvain Lablée) der beiden zusammenzuhängen. Kann sich Pierre an ihn erinnern?

In nur elf Minuten erzählt der Regisseur Matthias Couquet, der auch das Drehbuch dazu schrieb, einen minimalistischen Horrorfilm. Die meiste Zeit über lauscht das Publikum einer Unterhaltung zweier Freunde. Perfekt von Andranic Manet und Anthony Martin gespielt, steigert sich das Gehörte immer mehr in eine Bedrohung. Handelt es sich hierbei um Wahn oder übernatürliche Kräfte? Wie Pierre werden die Zuschauenden in diese Situation geworfen und haben nur wenig Zeit bis zum finalen Schlussbild, um die Situation zu erfassen. Als Spielort wählte Couquet einen Raum, der alltäglicher nicht sein könnte: Ein belebtes Café am Tag ist der Rahmen für die Horror-Geschichte und kontrastiert die Angst seines Protagonisten wunderbar. Man denkt unweigerlich, dass an so einem Ort nicht Schlimmes passieren kann. Das macht den Film umso spannender und eindringlicher.

Fazit: „Him“ ist ein Kurzfilm von Matthias Couquet, der mit subtilen Mitteln und einer kammerspielartigen Inszenierung (An-)Spannung und Grusel erzeugt.  

Bewertung: 8/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

  • 25. Landshuter Kurzfilmfestival 2025 – Katalog (Programm ‚Shock Block‘)
  • Doreen Kaltenecker, ‚Acht Fragen an Matthias Couquet‘, testkammer.com, 2025
  • Eintrag des Kurzfilms „Him“ bei Manifest Pictures

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