- „Sunny Dancer“ (2026) - 14. August 2026
- „Nightborn“ (2026) - 13. August 2026
- Kinostarts 13.08.2026 - 12. August 2026
Filmkritik: Der britische Spielfilm „Sunny Dancer“, der mit viel guter Laune seine Weltpremiere im ‚Generation 14plus‘-Programm der 76. Berlinale 2026 feierte, ist eine Coming-of-Age-Geschichte, deren Hauptprotagonistin an einem ungewöhnlichen Ort zu sich selbst und zum Glück findet.
Die 17-jährige Ivy (Bella Ramsey) hat in ihrem jungen Leben schon eine Krebserkrankung hinter sich. Doch die Rückkehr ins normale Leben will nicht gelingen, sodass die Eltern (Jessica Gunning und James Norton) beschließen, dass sie das in ihr Schneckenhaus zurückgezogene Mädchen in ein Sommerlager mit anderen ebenfalls von Krebs betroffenen Kindern und Jugendlichen zu schicken. Dort angekommen, will sie sich am liebsten allen Aktivitäten und anderen Menschen verweigern. Aber gemeinsam mit ihrer Hüttenmitbewohnerin Ella (Ruby Stokes) findet sie schnell Anschluss an eine Clique, welche zum Teil schon viele Jahre hierher kommt. Mit ihnen zusammen entdeckt sie das normale Leben wieder und ihre Jugend, die sie verloren glaubte.
Der gerade 26-jährige Regisseur und Drehbuchautor George Jaques („Black Dog“ (2023)) erzählt in seinem zweiten Spielfilm eine warmherzige Geschichte von jungen Menschen, die aufgrund ihrer ernsthaften Erkrankungen zu schnell erwachsen werden mussten. Während ihrer Behandlung und der Fürsorge von allen, lebten sie nicht das typische Leben junger Teenager:innen, doch nun in dem Camp unter Gleichgesinnten, wo sie sich auch nicht ständig erklären müssen, können sie all das Verpasste erleben: Verliebtsein, Blödsinn anstellen, rausschleichen und eben nicht auf die Erwachsenen und die Vernunft hören. Trotz des ganzen Blödsinns wird man auch als erwachsener Zuschauende von der Energie dieser Jugendlichen mitgerissen. Das liegt auch an dem famosen Cast an Jugenddarsteller:innen allen voran Bella Ramsey, die schon immer etwas sehr Trotziges in ihrem Spiel hatte und das hier wunderbar einsetzen kann. Hinzu kommen Darstellende wie Neil Patrick Harris und Jessica Gunning, welche die Nebenrollen mit einer gelungenen humoristischen Note zum Leben erwecken. Alle Darstellenden tragen dazu bei, dass der Spagat zwischen Tragik und Humor gelingt. Dabei ist der Film nicht immer leicht und schafft es auch die düstere Seite einzufangen. Doch am Ende überwiegen nicht die Schwere oder die Angst, sondern die Lebenslust, Freundschaft und das Miteinander. Das ist so berührend, dass man nicht trockenen Auges das Kino verlassen wird.
Fazit: „Sunny Dancer“ ist ein Coming-of-Age-Spielfilm, der an einem ungewöhnlichen Ort eine Geschichte von jugendlichem Leichtsinn, Leichtigkeit, Gefühlen, aber auch von Verlust erzählt und mit dieser Mischung berühren kann, sodass man noch lange nach dem Film das Gefühl, das Leben in vollen Zügen genießen zu wollen, mit sich herumträgt.
Bewertung: 4/5
Kinostart: 13.08.2026
Trailer zum Film „Sunny Dancer“:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- Wikipedia-Artikel über den Film „Sunny Dancer“
- Christian Pogatetz ‚Sunny Dancer‘, uncut.at, 2026
- Yannick Vollweiler, ‚Sunny Dancer/‘, film-rezensionen.de, 2026
- Eintrag des Films „Sunny Dancer“ bei der Berlinale

