„Vice“ (2015)

© Universum Film Home Entertainment

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Filmkritik: Es gibt eine Vielzahl an Filmen, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigen. Oft widmet sich diese Art Filme dann der Frage, was Freiheit und Selbstbestimmung für diese Kunstwesen bedeuten. Prominente Beispiele sind „Blade Runner“ (1982) von Ridley Scott, „A.I. – Künstliche Intelligenz“ (2001) von Steven Spielberg und der 2015 erschienene Film „Ex Machina“. Auch der neue Film von Brian A. Miller (Regisseur von bspw. „In the Crossfire“ (2010)) beschäftigt sich mit diesem Thema: „Vice“ (OT: „Vice“, US, 2015).

Unter der Leitung des Geschäftsmanns Julian Michaels (Bruce Willis) ist Vice eine eigenständige Kunststadt inmitten einer maroden Großstadt. In Vice ist alles erlaubt, was der zahlende Kunde sich wünscht: Orgien, Morde, Vergewaltigungen, Banküberfälle u.ä. Das wird durch die Kunstwesen, Künstliche Intelligenzen, welche die Stadt bevölkern, möglich gemacht. Kelly (Ambyr Childers) ist eines von ihnen, welche durch eine Fehlfunktion all ihre Erinnerungen wiederbekommt und deshalb flieht. In der realen Welt wird sie gejagt. Und zwar nicht nur von den Vice-Mitarbeitern, sondern auch von dem Polizisten Roy (Thomas Jane), der schon lange eine Möglichkeit sucht, Vice zu zerschlagen.

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Mit einer hübschen Grundidee, die auch mit erschreckendem Realismus umgesetzt wurde (natürlich sind die zahlenden Kunden vor allem Männer und die Kunstwesen weiblich und hübsch und mit ihnen wird allerlei Schindluder getrieben), kann der Film anfänglich überzeugen. Doch mit der Flucht des Kunstwesens ändert sich die Art der Geschichte. Aus einem spannenden Sciene-Fiction-Stoff wird eine altbackene Verfolgungsjagd. Auch die Problematik der denkenden und fühlenden KI wird nicht weiter vertieft. Der Film nutzt das Potenzial seiner Idee nicht aus. Hinzu kommen die hanebüchenen Technik-Details und das Gefühl, dass Willis und Jane leider nur auf halber Kraft spielen. Childers in der Hauptrolle überzeugt als verletzliches Wesen um einiges mehr als später als Rache-Action-Maschine. Im Gesamten ist der Film noch solide Unterhaltung, der sein Potenzial leider nicht auszuschöpfen weiß und damit dem Genre nichts Neues hinzufügen kann.

Bewertung: 5/10

DVD-Start: 02.10.2015

geschrieben von Doreen Matthei

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