Genrenale-Special (Kurzfilme)

Genrenale LogoIn der Jury des diesjährigen Cinestranges saß auch der Genrenale-Betreiber Krystof Zlatnik. Zusammen mit seinem Kollegen Paul Andexel kreierten sie vor drei Jahren die Genrenale, die als Parallelveranstaltung neben der Berlinale angesiedelt ist und sich auf den deutschen Genrefilm konzentriert. Eine Auswahl von Kurzfilmen der letztjährigen Genrenale sowie fast alle Filmemacher brachten sie mit zum Cinestrange-Festival.

Den Anfang machte der Kurzfilm „Land of the Giants“ (DE, 2013), bei dem Zlatnik selbst Regie geführt hat. Als Auftakt für eine noch nicht realisierte Serie erzählt der Kurzfilm die Geschichte eines Mannes, der in den Kampf gegen die Giganten zieht, welche die Welt beherrschen. Der 13-minütige Film ist handwerklich gut gemacht und weckt das Interesse daran, wie die Geschichte weitergehen könnte. Im Gesamten bietet der Film unterhaltsame und handwerklich gut gemachte Genrekost. Bewertung: 7/10

„Alientampon“ (DE, 2014) ist ein dreiminütige Trailer zu einem fiktiven Film, in der durch einen alienverseuchten Tampon eine Highschool-Zicke zu einem Monster mutiert. Das konnte das Publikum fabelhaft unterhalten. Amüsant zusammengeschnitten entstand ein bunter Mix aus Genre-Versatzstücken. Das Potenzial des Trailers erkannten schon diverse Zuschauer, die den Regisseur Jan Zenkner schon nach der Langfassung fragten, die es eigentlich gar nicht geben sollte. Bewertung: 7/10

Komplett zu sehen:

In dem Martial-Arts-Kurzfilm „Evil Twin“ (DE, 2013) wird sich viel um einen geheimnisvollen Würfel geprügelt, aber leider zu wenig ausgeführt oder erklärt. Man möchte gerne mehr wissen, aber man bekommt nur Kampfszenen, welche wirklich hübsch choreographiert sind, zu sehen. So ist der Kurzfilm vor allem für Fans des Kampfkinos ein Genuss. Alle anderen könnten von der fehlenden Story etwas gelangweilt sein. Bewertung: 4/10

“Licht“ (DE, 2015) war vermutlich der Kurzfilm mit dem wenigsten Budget auf dem Festival. Umso gelungener ist seine Wirkung. Er erzählt von einer jungen Frau, die eines Abends mysteriöse Dinge in ihrem Wohnhaus bemerkt. Die Polizei hört nicht auf sie, und so beginnt sie, auf eigene Faust der Sache auf den Grund zu gehen. Die Geschichte fesselt, erzeugt eine extreme Spannung und entlässt den Zuschauer mit einer lynchesken Stimmung. Diese Produktion unter der Regie von Hannes Rössler zeigt, wie viel man mit wenigen Mitteln erreichen kann.          Bewertung: 7,5/10

Sich stark an “Fahrenheit 451” von François Truffaut orientierend, erzählt der Kurzfilm „Phoenix“ (DE, 2015) von Ayden (Bruno Eyron), der stets treu dem Regime gedient hat und so alle Bücher im Land vernichtet. Aber als er eines Tages auf Ava (Sandra von Ruffin) trifft, verändert sich langsam seine Sicht auf die Dinge. Der Kurzfilm ist gut gespielt, aber die Geschichte kommt einem zu bekannt vor, um wirklich zu überzeugen. Zudem sind die visuellen Effekte wie die Zukunftsstadt nicht besonders gelungen. Im Gesamten hat der Film Potenzial. Er hätte nur den Mut aufbringen sollen, sich mehr von seinen Vorbildern zu lösen. Bewertung: 5,5/10

Der Film „Red Dogz“ (DE, 2014) handelt von einer gleichnamigen Hamburger Gang, die sich regelmäßig Schlachten mit den Blue Bastards liefert. Die sind längst kein Spaß mehr. Der ehemalige Anführer der Red Dogz liegt bereits im Koma. Seine Schwester Kim (Laura Maria Held) hält die Truppe zusammen, doch dann verliebt sie sich in einen der Bastarde. Die Filmemacher Anne Chlosta (Regie) und Florian Wentsch (Drehbuch) liefern hier einen rundum stimmigen Film ab. Die Geschichte ist gut erzählt und inszeniert. Die Filmaufnahmen, die Locations und die Musik geben den Film authentischen Charme. Zudem können die Darsteller – allen voran die Hauptdarstellerin Held – überzeugen. So ist der Film im Gesamten sehens- und empfehlenswert. Bewertung: 7,5/10

geschrieben von Doreen Matthei

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