“Gallows” (2015)

© 2015 Warner Bros Ent.

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Filmkritik: Seit im Jahr 1999 “Blair Witch Project” unzählige Zuschauer begeisterte, ist der Found-Footage-Horrorfilm stets aktuell. Es folgten so bekannte Filme wie “Paranormal Activity” (2007), “REC” (2007) und “V/H/S – Eine mörderische Sammlung” (2012). Auch in anderen Genres wurde die Art (alle Filmbilder stammen aus Handkameras, die scheinbar von den Protagonisten selbst eingefangen wurden) übernommen. Da sind als Beispiele “Cloverfield” (2008) und “Project Almanac” (2015) zu nennen. Mit “Gallows” (OT: “The Gallows”, US, 2015) erscheint ein weiterer Found-Footage-Film auf den deutschen Kinoleinwänden.

Der Footballspieler Reese (Reese Mishler) beteiligt sich freiwillig in der Theater-AG, zum Missfallen seiner Freunde Ryan (Ryan Shoos) und Cassidy (Cassidy Gifford). Die beiden Freunde müssen dort ihre Pflichtzeit abreißen. Das Stück, was geprobt wird, wurde bereits vor 20 Jahren in der gleichen Schule aufgeführt. Damals kam es zu einem tödlichen Unfall. Unter der engagierten Leitung von Pfeifer (Pfeifer Brown) soll es nun als Gedenken wieder aufgeführt werden. Doch Reese, der die Hauptrolle hat, bekommt Angst und beschließt, zusammen mit Ryan und Cassidy in der Nacht vor der Aufführung die Vorstellung zu sabotieren. Doch etwas Unheimliches geht in der Schule vor. Auf einmal scheint es kein Entkommen mehr zu geben.

© 2015 Warner Bros Ent.

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Der Film “The Gallows” von den beiden Regisseuren Chris Lofing und Travis Cluff besitzt eine simple, geradlinige Story, die von Vorbildern nicht abweicht und eine erwartbare Kost bietet. Die Geschichte ist wirklich nicht originell. Man kennt die Versatzstücke aus anderen Filmen, dennoch kann der Film eine gewisse Spannung aufbauen. Er arbeitet mit den typischen Tricks wie langen Pausen vor dem Schreck oder starken akustischen Untermalungen. Die Schockmomente funktionieren und lassen den Zuschauer unangenehm auf dem Sitz hin- und herrutschen. Was leider nicht so gelungen ist, sind die Charaktere. Vor allem der arrogante, bösartige Football-Clown Ryan und die Cheerleader-Zicke Cassidy sind so unangenehm in der ersten Hälfte des Films, dass dem Betrachter schlichtweg die Sympathie fehlt, um mitzufiebern um ihr Schicksal. Der Handkamera-Aspekt wurden in allen erdenklichen Varianten ausgeschöpft. Damit bietet er meist die richtigen Bilder, die nicht so auf den Magen schlagen, wie es manch anderer Found-Footage-Film tut, wenn die Aufnahmen zu fahrig geworden sind.

Fazit: Im Gesamten ist es ein unterhaltsamer Horrorfilm, der zwar nicht mit sympathischen Charakteren oder einer neuartigen Story aufwartet, aber mit gut platzierten Schockmomenten. “Gallows” bietet solide, wenn auch nicht bemerkenswerte Unterhaltung.

Bewertung: 5,5/10

Kinostart: 27.08.2015

geschrieben von Doreen Matthei

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