“Maze Runner 2 – Die Auserwählten in der Brandwüste” (2015)

 © Twentieth Century Fox France

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Filmkritik: Der amerikanische Schriftsteller James Dashner (*1972) schrieb für Jugendliche die dystopische Science-Fiction-Romantrilogie “Maze Runner” (2009-2011). Nachdem im letzten Jahr der erste Teil “Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth” in die Kinos kam, folgt nun der zweite Teil der Saga: “Maze Runner 2 – Die Auserwählten in der Brandwüste” (OT: “Maze Runner: The Scorch Trials”, US, 2015).

Nachdem Thomas (Dylan O’Brien), Teresa (Kaya Scodelario), Newt (Thomas Brodie-Sangster), Minho (Ki Hong Lee) und weitere Überlebende der Lichtung aus dem Labyrinth entkommen sind, werden sie von Janson (Aidan Gillen) und seiner Truppe aufgegriffen. Diese versprechen eine friedliche Zukunft, doch Thomas spürt, dass etwas nicht stimmt. Zusammen mit Aris (Jacob Lofland), einem Überlebenden eines anderen Labyrinths, geht er der Sache auf den Grund und plant kurz darauf den Ausbruch. In der scheinbar verlassenen Welt außerhalb des Stützpunkts – der so genannten Brandwüste – kämpfen sie nicht nur gegen extreme Wetterbedingungen und zombieartige Kreaturen, sondern müssen sich die Frage stellen, was sie jetzt wollen und wo sie Unterschlupf finden können.

 © Twentieth Century Fox France

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Der erste Film der Reihe stach im letzten Jahr unter den Jugendbuch-Verfilmungen hervor. Dementsprechend gespannt war man, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Ein komplett neues Szenario, neue Gegner und Herausforderungen mussten her. So gestaltete sich auch die Fortsetzung. Die verlassene Stadt bietet eine reizvolle Kulisse, deren Potenzial aber leider nicht ausgeschöpft wurde. Auch gibt es in der Story einige Logiklücken und Anschlussfehler, die vermutlich durch falsche Schnitte und Kürzungen entstanden sind. Eine längere, ungekürzte Variante wäre sehr interessant. Besonders schade ist der verschobene Fokus auf die Actionhandlungen. Die einzelnen Charaktere weiter auszubauen, wäre reizvoll gewesen. Es stellt sich die Frage, wie viel vom eigentlichen Potenzial der Geschichte durch die Reduktion auf Filmlänge genommen wurde. Trotzdem kann die Geschichte fesseln. Da man die Charaktere im ersten Teil bereits liebgewonnen hat, bleibt die Spannung weitestgehend aufrechterhalten, auch wenn der große Clou am Ende zu vorhersehbar war. Äußerlich macht der Film viel her, wenngleich die Konvertierung in 3D absolut unnötig war. In Kulissen, Details und mit der Einführung neuer Charaktere kann der Film punkten. Im Gesamten ist der Film eine interessante Dystopie, die sich zwar an ein jüngeres Publikum richtet, aber mit ihrer weitgehend guten Geschichte und mit ihrem Aussehen auch andere Altersklassen gut unterhält.

Fazit: Der Film “Maze Runner 2 – Die Auserwählten in der Brandwüste” fällt im Gesamten nicht so positiv auf wie sein Vorgänger. Schlechtes 3D, Logiklücken und ein sehr actionlastiger Fokus stören den Genuss. Trotzdem kann der Film den gewillten Zuschauer gut unterhalten und führt die Story in eine Richtung, die man so nicht erwartet hätte. Man kann also gespannt sein, wie der dritte Teil, der schon in der Vorproduktion ist, sich entwickelt und die Trilogie vollendet.

Bewertung: 7/10

Kinostart: 24.09.2015

geschrieben von Doreen Matthei

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