“The Jungle Book” (2016)

 © The Walt Disney Company

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Filmkritik: Den im Jahr 1967 erschienenen Zeichentrickfilm “Das Dschungelbuch” kennt vermutlich fast jeder. Vor allem die Lieder wie ‘Probier’s mal mit Gemütlichkeit’ und ‘Ich wäre gern wie Du’ sind in das popkulturelle Gedächtnis eingebrannt. Fast 50 Jahre später entsteht wieder unter der Hand Disneys eine Realverfilmung des bekannten Romans von Rudyard Kipling: “The Jungle Book” (Originaltitel: “The Jungle Book”, US, 2016).

Das Menschenkind Mogli (Neel Sethi) wird als Kleinkind durch einen Angriff hilflos und allein im gefährlichen Dschungel Indiens zurückgelassen. Die Wölfe nehmen sich seiner an und Raksha (im Engl.: Lupita Nyong’o, dt.: Heike Makatsch) erzieht ihn wie einen eigenen Sohn. Als der Tiger Shir Khan (engl.: Idris Elba, dt.: Ben Becker), der die Menschen hasst, wieder in diesen Teil des Dschungels zurückkehrt, stellt er den Leitwolf Akela (engl.: Giancarlo Esposito, dt.: Justus von Dohnányi) vor die Wahl, Mogli freizugeben oder nach und nach Wölfe seines Rudels zu verlieren. So macht sich Mogli freiwillig zusammen mit dem Panther Baghira (engl.: Ben Kingsley, dt.: Joachim Król) auf, die Herde zu verlassen.

 © The Walt Disney Company

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Bei seiner nachfolgenden Reise wird er die gefährliche Schlange Kaa (engl: Scarlett Johansson, dt.: Jessica Schwarz) treffen, vom Affenkönig Louie (engl: Christopher Walken, dt.: Christian Berkel) unter Druck gesetzt werden, aber in Balu dem Bären (engl.: Bill Murray, dt.: Armin Rohde) auch einen Freund finden.

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Die neueste Adaption des Romans “Das Dschungelbuch” (1894) von Rudyard Kipling ist bereits die dritte Realfilmumsetzung (1.: USA, 1942, 2.: USA, 1994). Dabei sollte das Wort Realfilm nicht allzu wörtlich genommen werden. Denn das minimale Live-Actionsset wurde mit Hilfe von CGI zu einer riesigen, digitalen Welt geformt. Auch gibt es nur einen realen Schauspieler in dem Film: den mittlerweile zwölfjährigen amerikanischen Schauspieler Neel Sethi. Doch trotzdem fühlt es sich nach kurzer Zeit wie ein Realfilm an. Die CGI-Effekte schmeicheln dem Auge und der Betrachter vergisst nach kurzer Zeit, dass der Dschungel nicht echt ist und nimmt die minimale Realitätsverfremdung als märchenhaftes Element an. Dazu gehört auch, dass die Tiere größer gemacht wurden, um das Zerbrechliche des Menschenjungen zu betonen. Der Dschungel mit all seinen Tieren – 70 Tierspezies wurde zum Leben erweckt – versetzt den Zuschauer ins Staunen und vor allem ins Genießen. Durch das eingesetzte, aber nicht aufdringliche 3D wird man noch tiefer in die Wildnis hineingezogen. Die Story selbst orientiert sich nicht nur an dem Roman, sondern auch an dem großen Disneyklassiker. So ist die Geschichte selbst zwar ernster, dunkler und gefährlicher geworden als bei Kiplings Buch selbst. Doch die Figurenzeichnungen und das ein oder andere Lied wurden aus dem Zeichentrickfilm übernommen. So bleibt Balu der freundliche, gemütliche Geselle und wird nicht wie in der Romanvorlage zu einem strengen Lehrer. Obwohl das Ende der Geschichte für jeden Betrachter vertraut ist, schafft es der Film die Spannung stets zu halten und die Zuschauer zu fesseln. Schauspielerisch überzeugt der kleine Sethi. Er spielt Mogli mit der richtigen Portion kindlichem Trotz und Fröhlichkeit. Im Original muss der Film durch seine prominenten Sprecher auch besonders spannend sein. Größen wie Bill Murray und Christopher Walken hauchen den Figuren Leben ein. Aber auch die deutschen Synchronsprecher sind von einiger Prominenz und machen ihre Sache durchweg gut. Die einzige Ausnahme ist dabei Jessica Schwarz, welche die Schlange Kaa sehr ärgerlich hölzern spricht und man hier lieber die Synchronstimme von Scarlett Johansson, Luise Helm, gehört hätte. Besonders zu erwähnen ist noch die Musik von John Debney. Er mischt einen typischen Abenteuerscore immer wieder mit Einspeisungen der Musik von 1967 und schafft somit etwas Neues, was die Szeneriem perfekt untermalt. Im Gesamten kann “The Jungle Book” mit seiner Geschichte, seinen Bildern und seinem Charme auf ganzer Linie überzeugen.

 © The Walt Disney Company

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Fazit: Der neueste Disney-Realfilm “The Jungle Book” ist ein großes, unterhaltsames Abenteuer. Mit fantastischen Bildern wird der Zuschauer in einen riesigen, fremdartigen Dschungel entführt. Zusätzlich ist die Geschichte spannend und bietet die richtige Mischung aus der Romanvorlage und dem bekannten Disney-Animationsfilm. Der Film ist eine definitive Kinoempfehlung.

Bewertung: 8,5/10

Kinostart: 14.04.2016

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen: Pressematerial von Walt Disney Company

Wikipedia Das Dschungelbuch

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