Resident Evil Outbreak (PS2, 2003)

© Capcom

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Spielekritik: Im Jahr 1996 erschien das erste Resident-Evil-Spiel für die PlayStation. Seitdem sind in der Kernreihe neun Teile erschienen, sowie mehrere Ableger und Derivate. Einer dieser Ableger ist “Resident Evil Outbreak” (2003). Dieser Teil war das erste Spiel, welches als Online-Multiplayer-Game entworfen wurde. In der EU-Version dieses Spiels existiert allerdings die Online-Version nicht. Seit 2011 ist auch der Online-Modus weltweit nicht mehr verfügbar. Der Offline-Story-Modus, welcher den deutschen Spielern zur Verfügung steht, besteht aus fünf Episoden, die nur lose miteinander verbunden sind. Angesiedelt sind sie alle in Racoon City, in der die Zombie-Seuche unkontrolliert tobt. Zeitlich befinden wir uns auf einer Ebene mit dem zweiten und dritten Teil der Kernreihe. Die Wege der Protagonisten auf ihrer Flucht führen sie in eine Bar, in ein Hotel, ein Laboratorium, einen Lagerraum und an die Universität. Dabei kommen sie den Vorfällen, welche durch das T-Virus ausgelöst wurden, immer mehr auf die Schliche.

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Der Spieler kann in jeder Episode einen von acht Protagonisten wählen. Jeder von ihnen besitzt eine Spezialfähigkeit oder ein besondere Ausrüstungsgegenstand. So hat der Polizist Kevin immer von Anfang an eine Pistole am Start und die Studentin Yoko kann bis zu acht Gegenstände (statt nur vier) in ihrem Rucksack tragen. Durch die Möglichkeit, zwischen den einzelnen Episoden den Protagonisten zu wechseln, wirkt das Spiel zerfasert. Aber so ist es gedacht. Statt einem roten Faden zu folgen, soll der Spieler immer wieder animiert werden, Episoden noch einmal zu spielen, da bestimmte Gegenstände, Geheimnisse und Elemente nur mit einem speziellen Charakter erreicht werden können. So gibt es am Ende immer eine detaillierte Auflistung darüber, was der Spieler erreicht hat oder besser gesagt nicht erreicht hat. Doch die wenigsten Spieler werden die Lust verspüren, die Episoden zu wiederholen. Unabhängig davon, dass die Optik und die Steuerung nicht mehr zeitgemäß sind (echt Fans und Retrospieler schreckt das nicht ab), nerven vor allem zwei Elemente.

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Auf der einen Seite der ständige Platzmangel im Inventar. Es ist anstrengend (und das noch unter Zeitdruck) sich für Gegenstände entscheiden zu müssen, diese zu sortieren und gar zu kombinieren. Immer muss man wählen, ob man lieber Feuerkraft oder Heilung haben möchte. Auch mit Yoko reicht der Platz nicht aus und das Herumgeschiebe im Inventar hört nicht auf. Der angetäuschte Realismusanspruch wird davon nicht erfüllt, weil jeder Mensch in seinen Taschen einfach mehr transportieren könnte. Der zweite enervierende Aspekt ist die KI (Künstliche Intelligenz). In jeder Episode werden dem ausgewählten Protagonisten zufällig zwei Begleiter zugeordnet. Ihr Verhalten ist ebenfalls äußerst zufällig. Sie bleiben manchmal beim Spieler in der Nähe, aber manchmal verschwinden sie auch für viele Spielminuten. Sie laufen ständig durch Türen rein und raus, sammeln unausgewählt Gegenstände ein, legen leere Waffen einfach ab oder nehmen keine Heilung, wenn es notwendig wäre. So sterben diese auch recht schnell. Sie beschützen einen nicht und man hat auch meistens keine Chance sie vor dem Tod zu bewahren. Während man dies anfänglich noch probiert, erkennt man irgendwann das nutzlose Unterfangen und man ist dann nur erstaunt, wo sie diesmal gestorben sind. Es ist vorstellbar, dass das Spiel als Online-Variante funktionieren würde. Intelligentes Verhalten aller Charakter und eine sinnvolle Aufteilung des Gepäcks würden den Spielspaß immens steigern. Ansonsten zieht sich das Abenteuer sehr lang hin (was auch an vielen Stellen an zu wenigen Speichermöglichkeiten liegt). Natürlich werden Fans der Reihe sich freuen, nach Racoon City zurückkehren zu dürfen, aber dort erwartet sie eine dünne Geschichte, ärgerliche Spielelemente und leider nichts Neues.

Bewertung: 2/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: Wikipedia Resident-Evil-Reihe

Ein Gedanke zu “Resident Evil Outbreak (PS2, 2003)

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