“Tod am Laacher See” (Hans Jürgen Sittig, 2012)

272 Seiten / 2012 / Kriminalroman / Verlag: Emons Verlag

© emons Verlag

Buchkritik: Wer schon einmal in der Eifel gewesen ist, kennt die natürlichen Reize und Vorzüge dieser Vulkanlandschaft im Westen Deutschlands. Wenn dann noch ein Krimi in dieser Gegend angesiedelt ist, verspricht dies zusätzlich spannende Lektüre. Der Roman “Tod am Laacher See” (2012) ist der zweite Kriminalroman des Autors Hans Jürgen Sittig, der sich um den Hauptkommissar Wärmland dreht und eine besonders spannende und mysteriöse Handlung inmitten der rauen Natur der Eifel bietet.

Mitten in der Nacht fängt ein Wohnwagen auf einem Campingplatz am Flussufer der Mosel Feuer. Zwei Angler aus dem Norden der Republik sterben in den Flammen. Am Tag darauf werden weitere vier Leichen auf dem Grund des Laacher Sees gefunden. Drei von ihnen sind ebenfalls Angler aus dem hohen Norden. Das bedeutet Hochbetrieb für die Mordkommission Koblenz und den Hauptkommissar Jan Wärmland aus dem malerischen Eifelort Mayen auf der Jagd nach Mörder.

Der in der Mayen geborene Autor Hans Jürgen Sittig hat mit seinem zweiten Kriminalroman „Tod am Laacher See“ eine würdige Fortsetzung seines Erstlingswerks „Mordwald“ (2011) geschaffen. Durch den Fokus auf die heimische Landschaft als Handlungsort und die fesselnde Entwicklung des Kriminalfalls, kann der Roman sowohl Freunde des Kriminalromans als auch Naturfreunde erfreuen.
Nach und nach führt der Autor den Leser in die Ermittlungen ein und vergisst dabei auch nicht, dass bei der Polizei auch nur Menschen arbeiten und dass diese natürlich auch ein Privatleben haben. Der Leser erfährt viele Details aus der Arbeit der Polizei, wobei hier wie im Kriminalroman üblich die Ermittlungsarbeit realitätsnah beschrieben wird.
Dabei vergisst Hans Jürgen Sittig auch nicht das Privatleben des Hauptkommissars und ermöglicht es dem Leser dadurch, Einblicke in und Anteil an seinem Privatleben zu nehmen. Darin inbegriffen sind nicht nur Beschreibungen des Familienlebens und der Heimatverbundenheit Wärmlands, sondern auch explizite Einblicke in sein Liebesleben.
Der Autor, der wie sein Titelheld auch in Mayen geboren wurde, zeigt durch detaillierte Orts- und Wegbeschreibungen seine Liebe zur Heimat. Besonders, wenn man als Leser selbst schon einmal an den Handlungsorten gewesen ist, bringt dies eine besondere Ebene des Wiedererkennens in das Leseerlebnis mit ein und öfters würde man nur allzu gern noch einmal dahin zurückkehren, um auf den Spuren von Jan Wärmland zu wandeln.

Fazit: Der Autor Hans Jürgen Sittig hat es auch mit “Tod am Laacher See” geschafft, spannende Kriminalunterhaltung und die wilde Natur der Eifel miteinander zu einem spannenden und detailreichen Buch zu vereinen. Nicht nur für alle Krimifans, sondern auch für Liebhaber der Landschaft ist es eine empfehlenswerte Lektüre und das nicht nur für lauschige Herbstabende am Kamin.

Bewertung: 4/5

geschrieben von Martin Jahn

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