„Die Frau im Nebel“ (2022)

Filmkritik: Der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook hat sich bereits mit seiner Rachetrilogie („Sympathy for Mr. Vengeance“ (2002), „Oldboy“ (2003), „Lady Vengeance“ (2005)) in die Herzen des internationalen Publikums gespielt. Auch seine düsteren Genre-Märchen wie „Durst“ (2009), „Stoker“ (2013) und „Die Taschendiebin“ (2016) haben die Zuschauer:innen in den Bann gezogen. Jetzt erscheint sein neuester Film in den Kinos: „Die Frau im Nebel“ (OT: „헤어질 결심“ / „Heeojil gyeolsim“ / ET: Decision to Leave, Südkorea, 2022) ist ein düsteres, fesselndes Melodram mit Krimi- und Thriller-Elementen.

Weiterlesen

„True Detective“ (Staffel 2, 2015)

Serienkritik: Im Jahr 2014 erschien die erste Staffel der amerikanischen Serie „True Detective“. Mit einer verwobenen Geschichte, dem authentischen Look und vor allem zwei begnadeten Hauptdarstellern schuf Nic Pizzolatto eine einzigartige Serie. Nun folgt mit den acht Folgen der zweiten Staffel der Nachfolger, der alles ändert, vom Ort des Geschehen über die ProtagonistInnen hin zum Genre und so einen düsteren Noir-Krimi abliefert.

Weiterlesen

„Knives Out – Mord ist Familiensache“ (2019)

Filmkritik: Das Kinojahr 2020 fing mit dem Whodunit-Krimi „Knives Out – Mord ist Familiensache“ (OT: „Knives Out“, USA, 2019) von Rian Johnson in den deutschen Kinos wunderbar an. Mit dem verschmitzten Blick auf alle Vorgänger dieses Genres und einem hervorragenden Cast mit vielen namhaften Gesichtern lieferte der amerikanische Spielfilm gelungene Unterhaltung. 

Weiterlesen

“Twin Peaks” (Staffel 1, 1990)

Serienkritik: Die amerikanische Serie „Twin Peaks“ ist schon lange zum Kulturgut geworden. Die beiden Serienschöpfer Mark Frost und David Lynch haben mit ihren beiden ersten Staffeln Anfang der 90er Jahre für Furore gesorgt und sie erst nach 16 Jahren mit einer dritten Staffel fortgesetzt. Die Serie war und ist außergewöhnlich, indem sie viele verschiedene Genre verbindet und scheinbar mühelos einen ganz eigenständigen Kosmos schuf. Den Auftakt machte 1990 die erste Staffel mit acht Folgen. Weiterlesen

Kunstbesitz. Kunstverlust. in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

csm_8_rueckkehr_von_vermissten_kunstwerken_in_die_gam_1bc51e29f2

Lucas Cranachs d. J. “Bildnis eines Mannes” wird wieder in Empfang genommen (1959). Vorne links auf dem Foto: der damalige Generaldirektor der SKD Max Seydewitz. 1947-1952 war er Ministerpräsident Sachsens, fiel dann in Ungnade. Mit seiner Frau Ruth veröffentlichte er mehrere Bücher mit spannenden Geschichten zum Museumsbestand der SKD. Da sie vor sozialistischer Ideologie strotzen, sind vor allem die Vorworte mit Vorsicht zu genießen. © Archiv, SKD

Ausstellungsbericht: Was darf im Museum sein und was gehört dort nicht hin? Diese Frage stellt sich nicht nur im Angesicht Beuys’scher Fettecken, sondern auch im Hinblick auf die Rechtmäßigkeit des Besitzanspruchs. Besonders durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs gingen Kulturgüter aus Museen verloren oder kamen über ethisch und rechtlich fragwürdige Wege in den Museumsbestand. Mit einer Ausstellung über Provenienzforschung machen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) darauf aufmerksam. Allein: Eine vollwertige Ausstellung ist es nicht.

 

Weiterlesen

„Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ von Lars Simon (2016)

432 Seiten / dtv Verlag / 10 €

© dtv Verlag

Buchkritik: Der in Hessen geborene Autor Lars Simon hat ein offensichtliche Schwäche für skandinavische Krimis und eine Abneigung gegen Unternehmensberater. Beides zusammen mit einen großen Portion Magie vereint er in seinem Roman „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“, welches der erste Band einer geplanten Trilogie ist. Weiterlesen

„Santa Maria“ (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion/ 2016

Poster des Kurzfilms "Die Santa Maria"Filmkritik: Der deutsche Filmemacher und Wahlberliner Erik Schmitt feierte mit seiner außergewöhnlichen Berlin-Kurzfilm-Trilogie viele Erfolge und war damit Gast auf einigen Festivals. Auf dem 18. Landshuter Kurzfilmfestival 2017 stellte er aber nicht nur „Berlin Metanoia“ (lief auch auf der Berlinale 2016), den Abschluss der Trilogie, vor, sondern auch den überaus amüsanten Kurzfilm „Santa Maria“. Weiterlesen

“Sherlock” (Serie, Staffel 1-4, 2010-2017)

Serienkritik: Der britische Schriftsteller Sir Arthur Canon Doyle (1859-1930) schuf mit seinen Sherlock Holmes-Romanen ein kulturelles Gut, was wohl ewig im Gedächtnis verankert bleiben wird. Dies verdanken die Romane nicht nur den vielen Lesern, sondern auch den unzähligen Umsetzungen in Filmen (u. a. “Sherlock Holmes” (2009) mit Robert Downey Jr. in der Hauptrolle) und Serien wie “Elementary”. Vor sieben Jahren kam die BBC-Serie “Sherlock” auf den Markt und führte zu einem neuen Boom und bekam eine riesige Fan-Gemeinschaft, die jeder neuen Staffel entgegenfiebert. Weiterlesen