„Muteum“ (2017)

Kurzfilm / Estland / Animation / 2017

Filmkritik: Der Animationsfilm „Muteum“ der Regisseurin Äggie Pak-Yee Lee war Teil der Eröffnung des 30. Filmfest Dresden und begeisterte dort mit seiner treffsicheren Erzählung, seinem Humor und den Kunstspielereien das Publikum.

Ein Schulklasse besucht unter dem strengen Blick der Klassenlehrerin ein Museum. Doch als diese kurz verschwindet, können sich die Kleinen endlich austoben.

Der vierminütige Kurzfilm „Muteum” der in Hongkong geborenen und in Estland studierten Künstlerin und Regisseurin Äggie Pak-Yee Lee ist ein amüsanter Rückblick auf ihre und die Schulzeit im Allgemeinen. Unter strenger Hand wurde dort erzogen und der Unterricht war oft so trocken, dass einem der Spaß genommen wurde. So fängt sie die Strenge der Lehrer und die kindlichen Blödeleien wunderbar ein und überzeichnet das Ganze ein wenig. Die dafür gefundenen Animationen, welche sich farblich zurückgenommen präsentieren, unterstützen das wunderbar. Hier werden nicht nur die Lehrer karikiert und die Kinder zu einer einheitlichen Masse, welche ein massives Zerstörungspotential offenbart, sondern auch die Kunst mit ihren Meisterwerken ein wenig auf die Schippe genommen. Zusätzlich wird die Geschichte von einem perfekten Sound unterstützt, sodass der Kurzfilm „Muteum“ ein amüsantes Kleinod ist und zeigt, welche Talente in der studierten Animationskünstlerin Äggie Pak-Yee Lee schlummern.

Fazit: Der Kurzfilm „Muteum“ macht sich einen Spaß aus den Erinnerungen an die Schulzeit, kindlichen Spielereien und dem Verständnis von Disziplin und Kunst. Unterstützt von stimmigen 2D-Animationen und einem fröhlichen Score ist „Muteum“ ein amüsanter Animations-Kurzfilm.

Bewertung: 7,5/10

Trailer des Kurzfilms „Muteum“

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

4 Gedanken zu “„Muteum“ (2017)

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