„Wovon wir träumen“ (2017)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2017

Jürgen Heimüller und Christoph Bangerter

Filmkritik: Das SelfMadeShorty-Festival lädt alle zwei Jahre Schauspieler dazu ein, selbst Filme zu realisieren. Den dritten Platz belegte im Jahr 2017 Jürgen Heimüllers und Christoph Bangerters sympathischer Film „Wovon wir träumen“.

Als zwei Männer (Jürgen Heimüller und Christoph Bangerter) den Kühlschrank öffnen, finden sie nicht nur knackige Möhren vor, sondern alles, was sie sich je erträumt haben.

Jürgen Heimüller und Christoph Bangerter

Das SelfMadeShorty-Festival (SMS) gibt seit seit fünf Jahren Schauspielern die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen als Projekt zu verwirklichen. Für das Motto 2017 ‚Mein Traum – Neues aus der Traumfabrik‘ haben über 700 SchauspielerInnnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Kurzfilme mit einer Maximallänge von drei Minuten eingereicht. Aus den 15 Finalisten ging Kevin Patzke mit seinem Film „(Alp) Traum (Beruf)“ als Sieger hervor. Der drittplatzierte Film war Jürgen Heimüllers Regieeinstand „Wovon wir träumen“, der zur Zeit mit seinem sympathischen Indie-Film „Die letzten 5 Minuten der Welt“ über die Festivals tourt. Zusammen mit Christoph Bangerter hat er das Drehbuch geschrieben, die Hauptrollen gespielt und Regie geführt. Vom Thema gleicht er Patzkes Gewinnerfilm. Erzählt er doch ebenfalls, wenn auch indirekter von dem harten Broterwerb der Schauspielerei, verpackt das jedoch in eine Komödie. Mit Dialogwitz und amüsanten Einfällen erzählen sie von den immer größer werdenden Träumen eines jeden Schauspielers und finden dafür – von der frischen Karotte bis zur Oscar – die richtigen Inkarnationen. Die Inszenierung spielt dabei mit dem Blick aus dem Kühlschrank komplett vor der geöffneten Tür und wird getragen von der souveränen und amüsanten Darstellung der beiden Darsteller Heimüller und Bangerter. Rundum ist der nur drei-minütige Kurzfilm ein gelungenes Kleinod, das gut unterhalten kann.

Fazit: Der Kurzfilm „Wovon wir träumen“ ist das Regiedebüt des deutschen Schauspielers Jürgen Heimüller. Amüsant mit witzigen Einfällen und guter Schauspielarbeit erzählt er in drei Minuten von den Wünschen und Träumen der eigenen Zunft.

Bewertung: 6,5/10

„Wovon wir träumen“ gibt es online. Schau ihn Dir doch gleich einmal an:

Geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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