„Edison: Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“ von Torben Kuhlmann (2018)

112 Seiten / ab 6 Jahren / NordSüd Verlag / 22 €

Buchkritik: Torben Kuhlmann begeisterte seit seinem ersten Buch „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“ (2014) die Leser, ob Groß oder Klein, mit seinen Geschichten. In „Edison: Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“ (2018) erzählt er nun sein drittes Mäuse-Abenteuer und entführt den Leser diesmal in die Tiefen der See.

Der junge Mäuserich Pete findet eine Notiz seines Urahns, die davon berichtet, dass es einen verschollenen Schatz auf dem Meeresgrund gibt. Doch wie soll er als kleine Maus diesen bergen? Er wendet sich dabei an seinen klugen Professor und zusammen wollen sie einen Weg finden und stürzen sich in dieses Abenteuer. 

© NordSüd Verlag / Torben Kuhlmann

Nachdem Torben Kuhlmanns (*1982) Mäuse es schon nach Amerika mit einer Fluggerät („Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“ (2014)) und auf den Mond („Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond“ (2016)) geschafft haben, geht es in seinem dritten Mäusebuch und seinem insgesamt vierten Kinderbuch (das wortarme Buch „Maulwurfstadt“ (2015) macht das Quartett komplett) in die Tiefen des Meeres. Noch heute ist dies der am wenigsten erforschte Ort auf der Erde. Sein Hauptfigur erlebt dabei eine Abenteuer-Geschichte, in der ganz klassisch ein Schatz lockt. Doch statt Geld-Schätze, was sollen Mäuse schon mit Gold, findet er nicht nur die Geschichte seiner Ahnen, sondern auch Wissen auf dem Grund des Meeres. Doch das Ziel ist nicht das Interessante an der Geschichte, sondern der Weg dahin. Man verfolgt gespannt den Weg der beiden Mäuse, wie sie das passende Gefährt erfinden und dann in ihr Abenteuer starten. Faszinierend an diesem 112-seitigen Buch ist die Abkehr von einem durchgehenden narrativen Text. Wenn man nur diesen lesen würde, würden einige Stellen in der Geschichte fehlen. Diese werden durch die gelungenen Illustrationen gefüllt. So erzählen der Text zusammen oder abwechselnd mit den Zeichnungen die Geschichte.

© NordSüd Verlag / Torben Kuhlmann

Die Zeichnungen sind auch der Grund warum man sich in jedes Buch des gelernten Illustrators Kuhlmann verliebt. Während seine Geschichten didaktisch wertvolle wissenschaftliche Entdeckungen und Entwicklungen der Menschengeschichte zum Besten geben, sind die Zeichnungen das Herzstück der Bücher. Mit einem großen Talent und dem richtigen Gespür für Realismus, Perspektive und Zeitkolorit versetzt auch „Edison“ den Leser in eine andere Welt zurück. Seine Zeichnungen, die sich auch in der Farbigkeit und allen Details der vergangenen Zeit anschmiegen, laden zum Entdecken ein und erzählen die Geschichte wunderbar ganz selbstständig ohne Worte. Er findet stets die richtige Perspektive und macht die Mäuse-Sicht spielerisch erfahrbar. Das neueste Buch von Torben Kuhlmann schafft es wieder mit der richtigen Mischung aus informativer Abenteuer-Geschichte und wunderbaren Illustrationen kleine wie große Leser und Zuhörer mit auf die Reise zu nehmen. Am Ende des Buches wartet der Autor noch mit einer kleinen Unterrichtsstunde auf, die aber nicht langweilig, sondern kompakt und informativ ist.

© NordSüd Verlag / Torben Kuhlmann

Fazit: Das deutsche Kinderbuch „Edison: Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“ ist eine weitere Mäusegeschichte des Kinderbuchautors und Illustrators Torben Kuhlmann. Auch hier entführt er kleine wie große Leser auf eine wissenschaftlich korrekte und didaktische wertvolle Abenteuergeschichte und begeistert vor allem mit seinem wunderbaren und detailreichen Illustratoren. Dabei gehen Abbildungen und der Text Hand in Hand und erzählen auf über 100 Seiten dieses großartige Unterwasser-Abenteuer.

Bewertung: 5/5

Trailer zum Buch „Edison: Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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