„Einstein – Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit“ von Torben Kuhlmann (2020)

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128 Seiten / ab 5 Jahren / NordSüd Verlag / 22 €

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© Torben Kuhlmann

Buchkritik: Der deutsche Autor und Illustrator Torben Kuhlmann begeistert seit dem Erscheinen seines ersten Kinderbuchs „Maulwurfstadt“ nicht nur die kleinen Leser, sondern auch die Erwachsenen gleich mit. Mit „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“ startete er seine Reihe über Mäuse und führte sie mit „Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond“, „Edison: Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“ und nun mit „Einstein – Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit“ fort.

Die kleine Maus kann es kaum erwarten, bis endlich das große Käsefest beginnt. Jeden Tag reißt sie die Kalenderblätter ab und fiebert auf den Tag hin. Doch als sie beim Käsefest eintrifft, stellt sie erschrocken fest, dass sie einen Tag zu spät dran ist. Doch eine Idee flammt in ihr auf – ist Zeit wirklich nicht umkehrbar? Mit den Unterlagen eines gewissen Einsteins macht sie sich an die Recherche und arbeitet tatkräftig an einer Zeitmaschine.

Seit 2014 bringt der Autor Torben Kuhlmann, geboren 1982 in Sulingen, kleine Mäuse mit bekannten Erfindern, Entdeckern oder Wissenschaftlern zusammen. Seine Bücher werden dabei immer dicker und beeindrucken mit komplexen Geschichte, welche immer auch einen hohen Informationsgehalt besitzen. Auf den letzten Seite der Kinderbücher findet man auch noch genauere Erklärungen zu den historischen Persönlichkeiten. Auch bei seinem neuesten Werk – „Einstein – Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit“ – bleibt er sich seiner Linie treu und erzählt auf 128 Seiten von einer kleinen, erfinderischen, klugen Maus. Dabei baut er wie nebenbei Einstein und seine Schweizer Jahre im Patentamt mit ein. Zusammen mit der Maus beschäftigen sich die LeserInnen mit den Erkenntnissen und Theorien über Zeit. Natürlich bleibt es nicht dabei, sondern es geht noch ein Stück weiter, so dass wir hier in den Science-Fiction-Bereich gelangen. Die Abenteuer der Maus werden nämlich mit einer erfolgreichen Zeitreise gekrönt. H. G. Wells, Autor von „The Time Machine“ (1895), wäre stolz. Apropos große Namen: Kuhlmann weiß, dass auch Erwachsene und Eltern seine Bücher lesen und baut deshalb viele Querverweise – erzählerisch wie optisch – ein, so dass man auch als Erwachsener viel Freude an diesem Buch und seiner Geschichte entwickeln kann. Aber auch in seinem mittlerweile vierten

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Mäuseroman liegt die allergrößte Stärke in den großartigen Illustrationen, an denen man sich einfach nicht satt sehen kann. Authentische, aber trotzdem entzückende Mäuse sind seine Helden in einer Welt voller realer Details und mit einem liebevollen Blick für Zeit und Umgebungen. Mal in kleinen Bilder, mal auf Doppelseiten hält er die Abenteuer fest und überzeugt mit jeder weiteren Illustration. Davon kann man wahrlich nicht genug bekommen, so dass man dieses Buch garantiert immer wieder aus dem Schrank holt. Rundherum ist auch dieses Kinderbuch wunderbar geworden, denn es ist großartig gezeichnet, fantasiereich, macht klüger und man schließt den Mäuse-Helden sofort ins Herz.  

Fazit: Das Kinderbuch „Einstein – Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit“ ist die fünfte Geschichte des deutschen Kinderbuchautors und Illustrators Torben Kuhlmann. Es besticht mit einer gewohnten, gelungenen Mischung aus realer Wissenschafts- und Abenteuergeschichte. Dabei führen einen nicht nur die Worte durch die ausführliche Geschichte, sondern auch die Illustrationen, welche mit viel Liebe fürs Detail, entzückenden Charakteren und dem richtigen Gefühl für die Umgebung und die Zeit alle LeserInnen begeistern können.

Bewertung: 5/5

geschrieben von Doreen Matthei

Werke von Torben Kuhlmann in der Testkammer

Quellen:

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