„Inside Blue“ (2019)

Kurzfilm / Taiwan / Animation / 2019

Filmkritik: Der taiwanische Animationsfilm „Inside Blue“ (OT: „藍色獨白“), gesehen auf dem ‚Open Air‘ des 32. Filmfest Dresden erzählt die Geschichte einer Zwangsstörung und findet dafür die richtigen Animationen.

In dem Leben eines Mannes ist alles durch beruhigendes blaues Klebeband am richtigen Ort und Stelle. Doch als sich ein Streifen löst, scheint seine ganze Welt aus den Fugen zu geraten.   

„Inside Blue“ der taiwanischen Animationskünstlerin Chen Yi-Chien (*1986) ist ein kurzer Animationsfilm, der sich basierend auf realen Verhaltensmustern mit dem Thema der Zwangsstörung auseinandersetzt. Begrenzt auf einen kurzen Moment beleuchtet der Film, die Gefühle, welche über den Protagonisten hereinbrechen, wenn scheinbar nichts mehr unter Kontrolle ist. Das fängt sie mit souveränen, Anime-ähnlichen Animationen ein, welche mit einem starken Farbeinsatz arbeiten. Souverän erzählt und gestaltet macht „Inside Blue“ neugierig auf weitere Projekte der jungen Filmemacherin Chen Yi-Chien.

Fazit: Die Filmemacherin Chen Yi-Chien schuf mit „Inside Blue“ einen gelungenen Kurzfilm, der sich einer ernster Thematik souverän mit ihrem Kurzfilm im Animationsgewand nähert und damit für eine größere Akzeptanz von Störungen wirbt.

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „Inside Blue“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

  • 32. Filmfest Dresden 2020 – Katalog (Programm ‚Schwerpunkt: Nachbilder – Spuren des Traumas‘)  
  • Doreen Matthei, ‚Fünf Fragen an Chen Yi-Chien‘, testkammer.com, 2020 
  • Eintrag des Kurzfilms „Inside Blue“ beim Festival SXSW

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