„Pictures“ (2019)

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ab 8 Jahre / 3-5 Spieler / 30 Minuten / PD-Verlag, Rio Grande Games, Gém Klub Kft. / 39,99 €

Spielekritik: Im Jahr 2020 wurde dem Ratespiel „Pictures“ von Daniela und Christian Stöhr die begehrte Auszeichnung ‚Spiel des Jahres‘, die es seit mittlerweile 42 Jahren gibt, verliehen. Damit konnte sich das Spiel, das die eigene Kreativität fordert, einer größeren Bekanntheit erfreuen und könnte sich zu einem Spieleklassiker mausern.

Bis zu fünf SpielerInnen versuchen mit unterschiedlichen Materialien wie Symbolkarten, Schnüren und Bauklötzen vorgegeben Fotos so gut erkennbar wie möglich nachzubilden. Jedes Mal, wenn das eigene Kunstwerk erkannt wird und für das richtige Erraten der Bilder der Anderen erhält man Punkte. Doch in der nächsten Runde wechseln die Materialien, so dass jede Runde neue Ausgangsbedingungen herrschen und eine neue Ausdrucksweise gefunden werden muss.

© Michael Kaltenecker

Das Spielwerk Hamburg veranstaltet einen Spieleerfinder-Wettbewerb für die beste Spielidee. Im Jahr 2018 war die Aufgabe ein Spiel zum Thema ‚asymmetrische Spiele‘ zu erfinden. Gewonnen haben die beiden Spieledesigner Daniela und Christian Stöhr, welche damals ihr Spiel „Pictures“ vorstellten, welches dann im PD Verlag für Deutschland und von Rio Games fürs Ausland produziert und vertrieben wurde. Die Grundidee ist einfach: Die SpielerInnen versuchen mit sehr begrenzten und sehr unterschiedlichen Materialien Fotografien so nachzustellen, dass sie von den anderen erkannt werden. Hier geht es darum clever mit den gegebenen Mittel die Bilder zu erfassen. Die SpielerInnen können sich an in den Bildern vorkommenden Formen und Farben orientieren oder referenzieren bereits gefertigte Kunstwerke. Denn über die gesamte Spieldauer wird mit dem gleichen Set an Fotos gespielt, welche dadurch auch öfter als zufällig zugeteilte Aufgaben wieder auftauchen können. Das Spiel wird immer über fünf Runden gespielt, so dass jede SpielerIn einmal jedes Material benutzen muss und es über diese Dauer auch nie langweilig wird. Es macht im Gegenteil sogar große Freude, fördert die Kreativität und das fantasievolle Denken. Das Legen wie auch das Raten bereiten gleichermaßen viel Spaß. Auch wenn man in die eine oder andere Diskussion über die Darstellungskunst der SpielerInnen gerät, ist das Spiel äußerst friedlich. Optisch und haptisch macht das Spiel große Freude, so dass es hier durchweg nichts zu bemängeln. Es ist ein wunderbares Gesellschaftsspiel für entspannte Nachmittage in Gruppen bis fünf Personen und wurde zu Recht mit diesem berühmten Preis ausgezeichnet.

© Michael Kaltenecker

Fazit: Das Gesellschaftsspiel, bestehend aus Karten und diversen Materialien, ist ein gelungenes Ratespiel, das bis zu fünf SpielerInnen zusammenkommen und auf friedliche Weise ihre Kreativität entfalten lässt. So ist man gleichzeitig KünstlerIn und RaterIn. Das bringt viel Spielspaß, ist abwechslungsreich und eignet sich durch seine knackige Anleitung auch für Newbies und ZwischendurchspielerInnen.

Bewertung: 5/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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