„My Parent, Neal“ (2022)

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Kurzfilm / USA / Animation / 2022

Filmkritik: Der Animationsfilm „My Parent, Neal“ von Hannah Saidiner, der auf dem 28. Slamdance Film Festival 2022 den CreativeFuture Innovation Award gewinnen konnte, ist ein einfühlsamer und sehr persönlicher Anime-DOK.

Hannah und ihr Vater Neal unterhalten sich über seine Transition und wie aus der Mama Nina der Papa Neal wurde.

Der achtminütige Animationsfilm „My Parent, Neal“ erzählt von der Transition der Mutter Nina hin zu Neal. Dabei schafft es die Tochter, die Filmemacherin Hannah Saidiner, in Form eines Interviews und trotz des sehr persönlichen Bezugs eine universelle Geschichte zu erzählen. So erfahren wir nicht nur, warum Neal diesen Schritt gegangen ist, sondern auch wie und ob so eine Entscheidung das Verhältnis zu den eigenen Kindern verändert. Mit dem liebenden Blick eines Kindes wird aber gleichzeitig diese Perspektive aufgemacht und fängt damit exemplarisch den vieler Kinder ein. Um die Geschichte ihres Vaters zu erzählen, wählte sie das Rotoskopie-Verfahren und einen Animationsstil, der an Kinderzeichnungen aus Kreide erinnert. So entstand das perfekte Gewand für diese persönliche Geschichte mit einer universellen Botschaft, welche die Zuschauer:innen in der Kürze der Zeit sofort involviert und berührt. 

Fazit: „My Parent, Neal“ ist ein Animationsfilm von Hannah Saidiner, welche mit Hilfe der Rotoskopie-Technik und Interviews aus persönlicher Sicht eine universelle Geschichte und gleichzeitig ein warmherziges Portrait ihrer eigenen Familie erzählt.

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „My Parent, Neal“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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