„Fluid Life“ (2020)

Kurzfilm / Tschechische Republik / Dokumentation / 2020

Filmkritik: Der tschechische Kurzfilm „Fluid Life“ von Zora Čápová, gesehen im ‚Wettbewerb Publikumspreis Kurzfilm‘ auf dem 64. DOK Leipzig 2021, ist ein kurzes, poetisches Portrait über eine Frau und ihr Leben auf der Moldau.

Eine Frau hat ein Frachtschiff zu ihrem Hausboot umgebaut, verbringt die Tage auf der Moldau und lebt ihr Leben im Einklang mit dem Fluss.

Die tschechische Regisseurin Zora Čápová (*1993) portraitiert in ihrem sechsminütigen Dokumentarfilm eine namenlose Frau, die sich auf ihrem Hausboot eine eigene Welt geschaffen hat und dort scheinbar wunschlos glücklich ihr Leben verbringt. Um dies so einzufangen entschied sich die Regisseurin gegen Worte und für poetische Bilder. Die Filmaufnahmen sind kurze Momentaufnahmen von einem Tag vom ersten Morgenkaffee bis hin zur letzten Zigarette. Immer wieder fängt sie mit Details die Stimmung ein. Auf sehr ansprechende und friedliche Weise wird hier das Leben in seiner Entspanntheit eingefangen und umspielt die Zuschauer:innen mit einem wohligen Gefühl. So stellt die Kurzdoku ein schönes Portrait von umgesetzter Sehnsucht und Angekommensein dar.


Fazit: „Fluid Life“ ist eine Dokumentation von Zora Čápová, die in Momentaufnahmen das Leben einer Frau an einem Tag auf ihrem Hausboot einfängt. Ohne Worte und mit viel poetischem Gespür erzählt sie davon und umhüllt das Publikum mit einem schönen Gefühl des Angekommenseins.

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „Fluid Life“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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