„Powernapper’s Paradise“ (2022)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Schweden, Philippinen / Dokumentation / 2022

Filmkritik: Die Kurz-Dokumentation „Powernapper’s Paradise“ von Samir Arabzadeh, der im Wettbewerb Dokumentarfilm des 39. Interfilm 2023 lief, erzählt von einer Alltagsbeobachtung und einer Gewohnheitssache auf den Philippinen.

Überall im Land ist es üblich, während der Arbeit, die eine oder andere Nickerchen-Pause einzulegen. 

Als der Filmemacher Samir Arabzadeh von Schweden auf den Inselstaat Philippinen zog, fiel ihm schnell eine Angewohnheit der Bewohner:innen auf. Alle, egal welcher Arbeit sie nachgehen, machen kurze Powernaps. Über sieben Jahre lang hat er diese Angewohnheit auch filmisch festgehalten und kreierte mit diesem Material seinen ersten Dokumentarfilm. in 15 Minuten stellt er dem Publikum diese Angewohnheit vor, drückt im Voice-Over seine Verwunderung darüber aus, zeigt aber auch, warum die Menschen das gerne machen. Als Zuschauer:in nimmt man mit, dass es nicht schaden kann, den Alltag und die Arbeit auch mal ruhen zu lassen. Schon allein die Filmaufnahmen entschleunigen und sind wohltuend. Gleichzeitig bringt der Film einen zum Schmunzeln, da er die Menschen in so vielen unterschiedlichen Situationen einfängt. So entstand ein warmherziger Kurzfilm, der eine für viele skurrile, aber sehr sympathische Alltagsgewohnheit offenbart.

Fazit: „Powernapper’s Paradise“ ist ein Kurzfilm von Samir Arabzadeh, der dem Publikum eine philippinische Angewohnheit näher bringt, sich darüber wundert, aber auch ein gutes Gefühl dafür vermittelt, warum dies möglicherweise der bessere Weg ist als die typische deutsche Arbeitseinstellung. 

Bewertung: 8/10

Trailer zum Kurzfilm „Powernapper’s Paradise“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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