„Tooth“ (2022)

Doreen Kaltenecker

Kurzfilm / USA / Fiktion / 2022

Filmkritik: Der amerikanische Kurzfilm „Tooth“, der im ‚Shock Block‘ des 24. Landshuter Kurzfilmfestivals 2024 lief, ist das Spielfilmdebüt der Regisseurin Jillian Corsie, die darin mit viel Fabulierlust einen Angriff der Zähne inszeniert. 

Jahrelang wurden die Zähne von ihrer Besitzerin (Janine Peck) mit allen möglichen Reinigungsgeräten malträtiert. Jetzt ist ihre Zeit gekommen, um Rache zu nehmen. 

Die amerikanische Regisseurin Jillian Corsie und ihre Drehbuchautorin Katie Gault haben sich einen amüsanten Fünfminüter ausgedacht. Die alptraumhafte Vorstellung, was passiert, wenn einem alle Zähne ausfallen, führt zu dieser entzückenden und sehr blutigen Rachegeschichte. Mit vielen witzigen Ideen und einer pointierten Knackigkeit werden die Zuschauer:innen von Corsie auf diesen Ritt geschickt. Dass dies so gut funktioniert, verdankt er auch seiner handwerklichen Umsetzung und seiner Besetzung. Die einzige menschliche Rolle übernahm Janine Peck, die hier ihr Schauspiel-Debüt gibt. Im Badezimmer der Mutter wurden die Zähne mit den eigenen Milchzähnen in Stop-Motion-Technik mit viel Geduld und unsichtbaren Fäden in Bewegung gesetzt. Dazu kommen die 2D-Animationen der Gesichter, die wunderbar von Jared Potter zu den Zähnen hinzugefügt wurden. Diese Mischtechnik erweckt auf ihre Art die fiesen Zähne zum Leben und macht aus dem Short einen sehr unterhaltsamen Kurzfilm, der definitiv neugierig auf weitere fiktive Arbeiten der Regisseurin Jillian Corsie macht, die bisher nur Dokumentarfilme gedreht hat.

Fazit: „Tooth“ ist ein Kurzfilm von Jillian Corsie, der mit schönen Genre-Ideen und handwerklich perfekt umgesetzt eine Rache-Geschichte erzählt und damit fünf Minuten hervorragend unterhalten kann. 

Bewertung: 7,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Tooth“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

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