„Blusenfax“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Deutschland / Animation / 2023

Filmkritik: Der Kurzfilm „Blusenfax“ von Mariola Brillowska, der auf dem 36. Filmfest Dresden 2024 im Nationalen Wettbewerb lief, ist aus einem Radioprojekt entstanden, steht aber trotzdem auf eigenen Füßen.

Zwei Angestellte einer Wäscherei erhalten den Auftrag einer jungen Frau. Sie vermuten, dass es hierbei nicht nur um die Bluse geht, aber Auftrag ist Auftrag.

Zusammen mit ihrem Kollegen Günter Reznicek produziert die Künstlerin und Filmemacherin Mariola Brillowska die Sendung „Radio Tele Funke“, welche regelmäßig Geschichten gegen die Wegwerfgesellschaft erzählt. So entstand auch die Story für „Blusenfax“, die aber selbst nie im Radio lief. Doch als Kurzfilm und als Auftakt einer Reihe von Filmen wurde es der Öffentlichkeit, u.a. gleich in der Festivaleröffnung des Filmfest Dresden gezeigt. Ein amüsantes, zuweilen aberwitziges Gespräch entspannt sich zwischen Roboter-Mensch-Hybriden über eine Kundin. Dabei sind die Worte manchmal etwas derber und offenbaren auch menschliche Schwächen. Das Gesagte ist dabei zuweilen seltsam und wird auch durch die Bilder nicht klarer. Die Animationen sind in 2D gehalten, besitzen eine klare Farbregie und wirken teils wie durch die Worte selbst erzeugt. Der Look unterstützt wunderbar die schrägen Dialogen und lädt, wie alles andere auch, das Publikum zum Schmunzeln ein.


Fazit: „Blusenfax“ ist ein Kurzfilm von Mariola Brillowska, der auf einer Radiosendung beruht. Als Auftakt zu einer Reihe Kurzfilme erzählt er mit schrägem Humor von einer Gegebenheit in einer Wäscherei. Dialoge, Humor und Animationen gehen hier sehr unterhaltsam Hand in Hand.

Bewertung: 7/10

Schau Dir den Kurzfilm „Blusenfax“ hier an:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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