„Mop“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Malaysia / Fiktion / 2023

Filmkritik: Der malaysische Kurzfilm „Mop“ von Joon Goh, der im ‚Shock Block‘-Programm des 24. Landshuter Kurzfilmfestivals 2024 lief, erzählt von Machtdynamik in Beziehungen anhand einer erotischen Spielart.

In ihrer Pause zwingt Cecilia (Lim Mei Fen), die Chefin eines Möbelhauses, ihre Angestellte Ayu (Mia Sabrina) dazu, selbst zum Möbel zu werden.

Der malaysische Regisseur Joon Goh schuf mit seinem 10-minütigen Kurzfilm auf den ersten Blick eine queere S&M-Geschichte. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit Machtstrukturen in Beziehungen. Wer hier wen dominiert, wird erst am Ende klar. Als Location hat er passenderweise ein Möbelhaus gewählt, was eine seltsame und unerotische Atmosphäre liefert. Spannung entsteht durch das Nicht-Wissen, wie weit die beiden Frauen gehen werden. Diese werden von den beiden Schauspielerinnen Mia Sabrina und Lim Mei Fen sehr körperlich eingefangen. Basierend auf dem japanischen Tanztheater Butoh entstand eine starke Performance. So ist „Mop“ ein Film über eine ungewöhnliche Machtbeziehung, der auf die körperliche Darstellung baut und damit eine nicht vorhersehbaren Weg einschlägt.

Fazit: „Mop“ ist ein Kurzfilm des malaysischen Regisseurs Joon Goh, der sich mit starker Performance mit dem unausgeglichenen Miteinander zweier Frauen beschäftigt. 

Bewertung: 6,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Mop“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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