„While the Green Grass Grows“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Filmkritik: Im letzten Jahr wurde der Dokumentarfilm „While the Green Grass Grows“ auf dem 66. DOK Leipzig 2023 mit der Goldenen Taube als bester Langfilm ausgezeichnet. Diese 166-minütige Dokumentation ist Teil eines 7,5-stündigen Werks und stammt aus der Hand Peter Mettlers, dem auf dem DOK auch eine Hommage gewidmet war.

„While the Green Grass Grows“ ist ein Essayfilm von Peter Mettler („Picture of Light“ (1997)), der sich mit den eigenen Eltern, deren Tod und dem Umgang mit deren Verlust beschäftigt. Von Anfang war dies nur ein Teil des Gesamtwerks „While the Green Grass Grows: A Diary in Seven Parts“, das 2025 in Gänze erscheinen soll. Hier in den Teilen eins und sechs, die jetzt in die Kinos kommen, beschäftigt er sich assoziativ und in Form eines Tagebuchs mit vielen Themen, Eindrücken und persönlichen Gedanken. All das verschmilzt mit teils assoziativen Bildern zu einer filmischen Collage. Damit bewegt sich Mettler abseits eines gängigen Dokumentarfilm-Bilds und verlangt eine andere Art des Zugangs zu seiner Art der Erzählung. Doch leichter als gedacht kann man sich als Zuschauer:in auf dieses assoziative Filmessay einlassen und kann so viel von dem auch universell lesbaren Themenspektrum gedanklich mitnehmen. 

Fazit: „While the Green Grass Grows“ ist ein Vorgeschmack auf das große essayistische Werk, das 2025 erscheinen soll. Peter Mettler erzählt in seinem tagbuchähnlichen Essayfilm von persönlichen Erfahrungen, Gedanken und dem Umgang mit Verlust und Tod. 

Bewertung: 8/10

Kinostart ist am 21.11.2024

Trailer zum Film „While the Green Grass Grows“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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